Begegnungen mit der Natur 3, Schulbuch

Die Entstehung des Lebens Etwa 1,8 Millionen Tier- und 400 000 Pflanzenarten sind bis heute bekannt. Die tatsächliche Anzahl an Arten ist mit großer Wahrscheinlichkeit noch viel höher. Es gibt Schätzungen, dass man von mindestens fünf bis möglicherweise 20 Millionen Arten ausgehen kann. Aber wie ist diese Artenfülle entstanden? Im 18. und 19. Jahrhundert gab es einige Wissenschafter, die sich besonders mit dieser Frage auseinandergesetzt haben. Die Abstammungslehre Bis ins 18. Jahrhundert wurde die Entstehung der Arten auf göttliche Erschaffung oder auf Urzeugung zurückgeführt. Es herrschte auch die Meinung, dass sich einmal entstandene Arten nicht mehr verändern. Cuvier entwickelte die Katastrophentheorie Einer der Wissenschafter, die an der göttlichen Schöpfung und an der Theorie der Unveränderlichkeit der Arten festhielten, war Georges Baron de Cuvier. Er fand im Pariser Becken in verschiedenen Gesteinsschichten Fossilien, die sich von den heute lebenden Formen deutlich unterschieden. Er deutete dies so, dass in größeren Zeitabständen Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche oder Überschwemmungen stattfanden. Diese vernichteten in den betroffenen Gebieten alle Lebewesen. Danach wurden jeweils neue Arten geschaffen. Was denkst du? Kannst du es richtig einschätzen? Seit wann gibt es Leben auf der Erde? Unsere Vorfahren waren Affen – ist an dieser Aussage etwas Wahres dran? Gibt es heute noch Neandertaler? Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Lebendes Fossil“? Ist es möglich, dass eine Giraffe gleich viele Halswirbel wie ein Mensch hat? Ein Steißbein, was ist das? 1 Georges Baron de Cuvier Urzeugung Leben entsteht spontan aus toter Materie, zB Fliegen bzw. deren Maden aus Fleisch. Georges Baron de Cuvier französischer Wissenschafter; 1769 – 1832 Fossilien sind Überreste und Spuren erdgeschichtlich alter Lebewesen (älter als 10 000 Jahre); fossilis (lat.) = ausgegraben 108 Evolution Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlag öbv

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