Begegnungen mit der Natur 3, Schulbuch

Evolution im Überblick Bis ins 18. Jahrhundert wurde die Entstehung der Arten auf göttliche Erschaffung oder auf Urzeugung zurückgeführt. Nach der Katastrophentheorie von Georges Baron de Cuvier vernichteten von Zeit zu Zeit Naturkatastrophen die Arten, danach wurden neue Arten geschaffen. In der Abstammungslehre erklärte Jean-Baptiste de Lamarck die Veränderung der Arten mit der Theorie der Vererbung erworbener Eigenschaften, während Charles Darwin die Ursache für die Entstehung neuer Arten in einem ständigen Kampf ums Dasein und dem Überleben der Tauglichsten sah (natürliche Selektion). Beweise für die Evolution liefern Fossilien. Leitfossilien lassen Rückschlüsse auf das Alter von Gesteinsschichten zu. Weitere wichtige Beweise für die Abstammungslehre sind Homologien, rudimentäre Organe und Übergangsformen. Vor 3,8 Milliarden Jahren traten die ersten Lebewesen auf. Es waren chemoautotrophe Urbakterien. Etwa 500 000 Jahre später entwickelten sich autotrophe Cyanobakterien. Aufgrund der Fotosynthese kam es zur Anreicherung von Sauerstoff in der Atmosphäre. Damit war die Voraussetzung für die Entstehung vielzelliger Lebewesen (zB Pflanzen und Tiere) geschaffen. Bis zum Ende des Erdaltertums vor 248 Millionen Jahren entwickelten sich alle heute bekannten Tierstämme. Unter den Pflanzen kamen die Nacktsamer zur Vorherrschaft. Das Erdmittelalter war die Blütezeit der Saurier. Sie und andere Tiergruppen starben am Ende des Erdmittelalters aus. In der Erdneuzeit entwickelten sich Säugetiere, Vögel und Insekten zu großer Formenvielfalt. Unter den Pflanzen wurden die bedecktsamigen Blütenpflanzen vorherrschend. Die Stammesgeschichte des Menschen begann vor rund sieben Millionen Jahren mit der Trennung der Schimpansen- von der Menschen-Linie. Der heutige Mensch Homo sapiens entwickelte sich vermutlich über die Zwischenformen Australopithecus, Homo habilis, Homo ergaster und Homo erectus. Der Neandertaler war eine Seitenlinie, die vor etwa 30 000 Jahren ausstarb. Evolution im Überblick Hättest du das gedacht? Die ersten Lebewesen (Urbakterien, die sich durch Chemosynthese ernährten) traten vor 3,8 Milliarden Jahren auf. Der Mensch stammt nicht vom Affen ab. Mensch und Affe haben lediglich gemeinsame Vorfahren. Die Neandertaler starben vor etwa 30 000 Jahren aus. Lebende Fossilien sind Pflanzen und Tiere, deren Bauplan sich seit vielen Millionen Jahren nicht maßgeblich verändert hat und deshalb zahlreiche urtümliche Merkmale aufweist. Eine Giraffe hat wie alle Säugetiere sieben Halswirbel. Das Steißbein ist das Rudiment einer ehemaligen Schwanzwirbelsäule. (Auflösung von Seite 108) 127 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum d s Verlags öbv

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