Begegnungen mit der Natur 3, Schulbuch

Die Erde Die Entstehung der Alpen setzte vor 100 Millionen Jahren ein Vor rund 100 Millionen Jahren änderte die Afrikanische Platte abermals ihre Richtung und driftete allmählich wieder auf die eurasische Platte zu. Damit wurde das Zeitalter der Alpenentstehung eingeleitet, der zweiten Gebirgsbildung, die Österreichs Landschaft geformt hat. Die Alpen nehmen etwa zwei Drittel der Fläche Österreichs ein. Kalk und Dolomit sind Hauptgesteine der Kalkalpen Die eurasische Platte tauchte unter die afrikanische Platte ab. Dabei wurden die abgelagerten Sedimente zusammengeschoben, aufgefaltet und als Decken überschoben ( S. 15). Durch den Druck kam es zur Verfestigung der Sedimente. Es bildeten sich Kalkstein und Dolomit, die Hauptgesteine der Nördlichen und Südlichen Kalkalpen. Da Kalk im leicht sauren Regenwasser löslich ist (Regen ist durch den Kohlenstoffdioxidgehalt der Luft leicht sauer), sind diese Gebirge reich an Höhlen. Eine der bekanntesten ist die Dachstein-Rieseneishöhle. In den Kalkalpen gibt es auch bedeutende Salz- und Gipslagerstätten ( S. 20), wie zum Beispiel das Haselgebirge. Umwandlungsgesteine sind für die Zentralalpen typisch Auch die unter den Decken liegenden Gesteinsschichten gelangten unter höheren Druck, was zur Entstehung von Umwandlungsgesteinen wie beispielsweise Gneis führte. Sie bilden heute die Hauptmasse der Zentralalpen. Daneben kommen aber auch Erstarrungsgesteine, zum Beispiel Granit, und stellenweise Kalk (Sedimentgestein) vor. Die Gesteine der Grauwackenzone verwittern leicht Zwischen den Nördlichen Kalkalpen und den Zentralalpen liegt die Grauwacken- oder Schieferzone. Sie ist aus leicht verwitterbarem Gestein, zB aus Sandstein, Kalk, Dolomit und Quarzit, aufgebaut. Deshalb weisen die Berge eher rundliche Formen auf. Da sie waldarm und größtenteils von Wiesen und Almen bedeckt sind, werden sie auch als „Grasberge“ bezeichnet. Die Grauwackenzone ist reich an Bodenschätzen. So wird beispielsweise am Steirischen Erzberg Eisenerz abgebaut. Dolomit mit Magnesium angereichertes Kalkgestein Nördliche und Südliche Kalkalpen Die Nördlichen Kalkalpen ziehen von den Allgäuer Alpen (V, T) über das Salzkammergut (OÖ, St) bis zum Wiener Becken (W, NÖ). Die Südlichen Kalkalpen umfassen die Karnischen Alpen (K, T), die Gailtaler Alpen (K, T) und die Karawanken (K). Salz- und Gipslagerstätten Wenn Rohstoffe, wie zB Salz oder Gips, in so großer Menge vorkommen, dass sich ein Abbau wirtschaftlich lohnt, spricht man von einer Lagerstätte. Haselgebirge Als Haselgebirge wird salzhaltiges Gestein bezeichnet, aus dem Salz abgebaut wird. Die bekanntesten Vorkommen befinden sich in den Nördlichen Kalkalpen. Zentralalpen Ötztaler Alpen (T), Silvrettagruppe (T, V), Stubaier Alpen (T), Zillertaler Alpen (T), Hohe Tauern (S, K, T), Niedere Tauern (S, St), Gurktaler Alpen (K), Steirisches Randgebirge (St), Leithagebirge (NÖ, B) und Hainburger Berge (NÖ) Grauwacken- oder Schieferzone Der Begriff „Grauwacke“ bezeichnet dunkelgrau bis braungrau gefärbten Sandstein; Hauptgebirge sind im Westen die Kitzbühler Alpen (T) und die Pinzgauer Grasberge (S) und im Osten die Eisenerzer Alpen. Der Begriff „Schiefer“ ist ein Sammelbegriff für verschiedene Metamorphite ( S. 20), die eine typische Platten- bzw. blättchenartige Struktur aufweisen. Quarzit entsteht durch Umwandlung aus Quarzsandstein. Eisenerz dient zur Gewinnung von Eisen. Ein Erz ist ein metallhaltiges Gestein, dessen Metallanteil so hoch ist, dass sich der Abbau wirtschaftlich lohnt. 37 Dachstein; Nördliche Kalkalpen 38 Karawanken; Südliche Kalkalpen 39 Steirischer Erzberg, Grauwackenzone 40 Kitzbüheler Horn, Grauwackenzone 41 Zillertaler Alpen, Zentralapen 22 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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