Menschen und Natursysteme 1 Trage in die Grafik M1 die Zahlen folgender Begriffe an der richtigen Stelle ein: (OK, I) • 1 fair bezahlte Arbeit • 2 Massentierhaltung • 3 gesunde und ausreichende Nahrung • 4 Kunststoffmüll im Meer • 5 schmutziges Trinkwasser • 6 Wasserkraftwerk • 7 Diktatur 2 Finde für die nun vier frei bleibenden Kärtchen noch passende Begriffe und trage sie ein. (UK, II) 3 Diskutiert im Anschluss, in welchen Bereichen die österreichische Gesellschaft die ökologischen Belastungsgrenzen über- oder die sozialen Mindeststandards (Belastungsgrenzen) unterschreitet. Erarbeitet beispielhaft ein Donut-Modell für Österreich. Haltet das Ergebnis auf einem Plakat fest. (HK, III) 4 Nimm mit Hilfe des Donut-Modells Stellung zur sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit in Japan und Norwegen. (UK, III) O AH S. 15 Das Donut-Modell der Wirtschaft zeigt uns, welche sozialen und ökologischen Grenzen Gesellschaften überschreiten. Und es zeigt, wo sie sich von einem sicheren und gerechten Leben entfernen. Der breite Teigring mit Zuckerguss symbolisiert jenen Teil, in dem es Natur und Menschen gut geht. In diesem Bereich ist das wirtschaftliche Handeln „ökologisch sicher“ und „sozial gerecht“. Werden die Grenzen nach innen überschritten, bedeutet das, dass sich einzelne soziale Bereiche in einem kritischen Zustand befinden. Werden die Grenzen nach außen überschritten, bedeutet dies, dass sich einzelne planetarische Bereiche in einem kritischen Zustand befinden. Wird die Überschreitung der Grenzen nicht durch zielführende Maßnahmen verbessert, ist das Wohlergehen von Mensch und Natur gefährdet. Soziale Grenzen – ein gutes Miteinander Was ein gutes Leben bedeutet, beantworten Menschen sehr unterschiedlich: Schülerinnen und Schüler wollen von Erwachsenen gehört werden und Regeln mitbestimmen können (M3). In einem Überschwemmungsgebiet verstehen Menschen darunter den sicheren Schutz vor Wassermassen, in einem Dürregebiet wiederum den Zugang zu Wasser. Für alte Menschen kann Gesundheit ein gutes Leben ausmachen, für Babys Geborgenheit und Liebe. Menschen in Kriegsgebieten werden Sicherheit oder Stromversorgung nennen, andere wiederum Gleichberechtigung, hohe Lebenserwartung (M4) oder ein Dach über dem Kopf. Soziale Nachhaltigkeit bezeichnet also ein menschenwürdiges Leben. Ökologische Grenzen – eine gesunde Natur Ein nachhaltiges Leben kann nur dort stattfinden, wo wir die natürlichen Grenzen des Planeten nicht überschreiten. Beispielsweise produziert Norwegen Strom zu 90 % aus Wasserkraft. Kohle- oder Atomkraftwerke gibt es nicht. Andererseits weitet Norwegen die Förderung von Gas und Öl aus (M5). Diese Rohstoffe haben das Land sehr reich gemacht. Überschreiten wir die ökologischen Belastungsgrenzen, so entziehen wir kommenden Generationen die Lebensgrundlage und damit die Voraussetzung für ein gutes Leben. M3 Mitbestimmung ist ein wesentliches Element von Demokratien. Bei der Wahl der Klassensprecherin / des Klassensprechers oder in einem Klassenrat üben sich Schülerinnen und Schüler in demokratischen Prozessen. M4 Wie sozial nachhaltig ist Japan? Hier haben die Menschen eine sehr hohe Lebenserwartung. Zugleich sind Frauen am Arbeitsmarkt und in der Ausbildung stark benachteiligt. M5 Wie umweltfreundlich ist Norwegen? Vier von fünf Autos werden in Norwegen elektrisch betrieben. Trotzdem baut Norwegen seine Erdöl- und Erdgasförderung intensiv aus. 25 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MjU2NDQ5MQ==