global 4. Geographie und wirtschaftliche Bildung, Schulbuch [Teildruck]

Europa und die Europäische Union Wie arbeitet die EU? Smartphones, Tablets, Kopfhörer und andere Geräte müssen regelmäßig geladen werden. Sie haben aber oft unterschiedliche Stecker an den Ladekabeln. So passen die Kabel nur zu einem Gerät. Das macht viel Müll. Wenn zum Beispiel Menschen ein neues Smartphone haben, müssen sie sich ein neues Ladegerät kaufen. Das kostet Geld. Darüber wurde in vielen Staaten der EU gesprochen. Schon seit 2009 wird in der EU über ein einheitliches Ladegerät diskutiert. Zuerst gab es eine freiwillige Vereinbarung. Nicht alle Hersteller haben sich an diese Vereinbarung gehalten. Die Abgeordneten im Europäischen Parlament wollten das ändern. Sie forderten die Europäische Kommission auf, Regeln für ein einheitliches Ladegerät vorzuschlagen. Auch der Ministerrat kann die Kommission auffordern, Vorschläge für neue Regeln zu machen. 2021 machte die Europäische Kommission einen Vorschlag. Der Ministerrat und das Europäische Parlament haben dann darüber beraten. 2022 stimmten das Europäische Parlament und der Ministerrat über diesen Vorschlag ab. Seit 2024 müssen Smartphones, Tablets und viele andere Geräte ein einheitliches Ladegerät haben. Die EU-Staaten müssen diese Regeln nun umsetzen. Die EU-Kommission prüft dann, ob die EU-Staaten das auch tun. (nach: bpb.de, abgerufen am 11.10.2024) M4 Wie arbeiten die EU-Institutionen zusammen? M6 Das Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel. Die laufenden Geschäfte erledigen 32.000 Mitarbeitende. Zum Vergleich mit Österreich: Beim Bund arbeiten etwa 46.000 Verwaltungsbedienstete. M7 Seit 2024 ist das USB-C-Ladekabel als einheitliches Ladekabel in der EU Pflicht. Mittlerweile ist dadurch das USB-C-Ladekabel weltweit verbreitet und wird bei den meisten neuen Geräten verwendet. Europäisches Parlament & Ministerrat Europäische Kommission Europäisches Parlament & Ministerrat EU-Staaten Europäische Kommission M5 Vom Vorschlag zum Gesetz 1 Sieh dir das Video unter folgender Adresse an: https://www.oebv.at/schwerpunkt-eu. Erstelle im Heft zu jeder EU-Institution einen kurzen Steckbrief. Verwende auch die Informationen aus M1 und recherchiere auf der Website der EU: https:// european-union.europa.eu/index_de. (HK, II) 2 Bei einem Beschluss des Ministerrats reicht oft eine doppelte Mehrheit. Das bedeutet, wenn 15 der 27 Mitgliedstaaten dafür stimmen und diese Staaten mindestens 65 % der EU-Bevölkerung repräsentieren, dann gilt der Beschluss als angenommen. Diskutiert, warum das manchmal für Unmut sorgen könnte. (UK, III) 3 M5 stellt den Weg vom Vorschlag bis zur Umsetzung neuer EU-Gesetze dar. Trage mit Hilfe des Textes M4 die folgenden Aktionen in die passenden leeren Kästchen ein. (OK, II) • müssen Regeln umsetzen • überprüft die Umsetzung • beraten und stimmen über den Vorschlag ab • fordern die Europäische Kommission auf, neue Regeln vorzuschlagen • macht einen Vorschlag 4 Überprüfe, ob die Ladekabel der Smartphones deiner Eltern, Freundinnen und Freunde bereits einheitliche USB-C-Ladekabel sind. (HK, III) O AH S. 21 Ó 6xi4sk 45 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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