Prall gefüllte Supermarktregale mit einem großen Sortiment an Lebensmitteln, ein riesiges Angebot an Elektronik im Fachgeschäft – bei dieser Auswahl macht das Einkaufen Spaß. Neben der großen Vielfalt an Produkten, die der Binnenmarkt ermöglicht, können wir uns auch auf deren Sicherheit verlassen. Das wollen vier Jugendliche genauer wissen. Lebensmittelsicherheit Janosch (15): „Beim Einkauf im Supermarkt in verschiedenen EU-Staaten habe ich mich manchmal gefragt: Sind die Lebensmittel in Österreich von besserer Qualität als zum Beispiel in Italien? Kann ich mich in jedem EUStaat darauf verlassen, dass die Produktion hygienisch ist? Und bedeutet zB die Kennzeichnung „Bio“ in jedem EU-Staat das Gleiche?“ Antwort: „Lebensmittel, die in der EU verkauft werden, müssen genau festgelegte Mindeststandards bei der Qualität erfüllen. Regelmäßige Kontrollen prüfen den Anbau, die Ernte, die Verarbeitung und den Verkauf von Lebensmitteln. Es wird zB kontrolliert, ob hygienisch gearbeitet und auf die Gesundheit der Tiere geachtet wird. Für die Kontrolle ist in Österreich das Sozialministerium zuständig. Die EU-Staaten können aber noch strengere Regeln für sich vorschreiben. Für biologisch erzeugte Lebensmittel gibt es eine einheitliche Kennzeichnung (M1). Dazu gibt es noch Siegel für Produkte mit geschützter geographischer Angabe und geschützter Ursprungsbezeichnung (zB Wachauer Marille oder Steirisches Kürbiskernöl) (M2).“ Medikamentensicherheit Murat (14): „Ich bin im Kroatien-Urlaub krank geworden. Die Ärztin vor Ort hat mir ein Medikament verschrieben, das ich in der Apotheke in Zagreb gekauft habe. Ist das Medikament denn gleich sicher wie in Österreich?“ Antwort: „Ja, auf jeden Fall! Medikamente durchlaufen in der EU strenge Prüfverfahren. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) reguliert die Zulassung und Kennzeichnung von Arzneimitteln. Das soll verhindern, dass gesundheitsschädliche oder ungeeignete Medikamente verkauft werden.“ Produktsicherheit Leni (13): „Unser Wäschetrockner ist kaputtgegangen. Mein Onkel möchte uns ein neues Gerät aus der Slowakei mitbringen, weil er dort arbeitet. Ist das denn genauso gut, wie wenn wir es in Österreich kaufen würden?“ Antwort: „Ja, definitiv. Produkte, wie Spielwaren und elektronische Geräte, müssen strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen. Sonst dürfen sie nicht in der EU verkauft werden. Das Energieklassenlabel der EU (M3) zeigt an, wie energieeffizient ein Gerät ist. A+++ steht für sehr energiesparsam, D für energieverschwenderisch.“ M1 Das grüne Bio-Siegel kennzeichnet biologisch produzierte Lebensmittel in der EU. M2 „Geschützte Ursprungsbezeichnung“ und „geschützte geografische Angabe“ sind Siegel, die nur bestimmte Produkte erhalten. M3 Das Energieklassenlabel der EU: Geräte mit A+++ Kennzeichnung sind sehr energiesparend. Qualitätsstandards und Verbraucherschutz 52 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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