BioTOP 1, Schulbuch

41 Säugetiere Wie ernähren sich Säugetiere? Säugetiere haben je nach Nahrungsart unterschiedlich geformte Zähne und ein angepasstes Verdauungssystem. Pflanzenfresser, wie Pferde und Rinder, benötigen große, breite Mahlzähne. Damit können sie die pflanzliche Nahrung zermahlen. Fleischfresser, wie Katzen und Hunde, haben ein Raubtiergebiss. Mit spitzen und scharfen Zähnen können sie Fleischstücke aus ihrer Beute reißen. Allesfresser, wie Schweine oder der Mensch, nehmen pflanzliche und tierische Nahrung zu sich. Ihr Gebiss hat große Mahlzähne, spitze Eckzähne und scharfe Schneidezähne. Insektenfresser, wie der Igel oder der Maulwurf, müssen den harten Panzer der Insekten knacken. Dafür haben sie viele spitze Zähne. Nagetiere und Hasentiere nagen an Rinden von Bäumen und an Wurzeln. Ihre Schneidezähne wachsen ständig nach und sind sehr scharf. Fleischfresser haben einen kurzen Darm, denn Fleisch wird im Magen zerlegt und kann leicht verdaut werden. Pflanzenfresser haben hingegen einen langen Darm. Das Verdauen der pflanzlichen Nahrung dauert lange. Wie entwickeln sich die Jungtiere der Säugetiere? Manche Säugetiere, wie Katzen oder Hunde, sind am Beginn ihres Lebens blind und taub. Diese hilflosen Jungtiere müssen von der Mutter versorgt werden. Sie können der Mutter noch nicht folgen. Daher nennt man sie Nesthocker ( B 5). Nesthocker wachsen meist geschützt in einer Höhle oder in einem Bau auf. Dort sind sie vor Feinden sicher. Zu den Nesthockern zählen unter anderem auch alle Raubtiere. Sie müssen wachsen und ihre Sinne entwickeln, bevor sie selbst Beute jagen können. Die Jungtiere von Pferden und Rindern können der Mutter gleich nach der Geburt folgen. Sie sind Nestflüchter ( B 6). Nestflüchter haben keinen sicheren Unterschlupf. Sie müssen kurz nach der Geburt der Mutter folgen und vor Feinden weglaufen können. Zusammenfassung Säugetiere sind eine artenreiche Klasse der Wirbeltiere. Sie bringen lebende Jungtiere zur Welt. Diese werden mit Muttermilch gesäugt. Die Jungtiere sind Nesthocker oder Nestflüchter. Das Skelett der Säugetiere besteht aus Knochen und Knorpeln. Ihre Haut ist von einem Fell bedeckt. Säugetiere sind gleichwarme Tiere. Den Winter überstehen Säugetiere durch ein Winterfell, eine Winterruhe oder einen Winterschlaf. Je nach Nahrungsart haben Säugetiere unterschiedlich geformte Zähne und ein angepasstes Verdauungssystem. 1 Welche Vorteile bringt die Betreuung durch die Mutter für die Jungtiere? Notiere. 2 Sammle Bilder von Säugetier-Jungtieren. Versuche festzustellen, ob sie Nesthocker oder Nestflüchter sind. 3 Erkläre Winterschlaf und Winterruhe. 4 Wie kannst du einem Igel oder einem Eichhörnchen im Winter helfen? Sammle eigene Ideen zu diesem Thema. 5 Recherchiere anschließend im Internet. Verwende diese Schlüsselwörter: Igel/ Eichhörnchen, überwintern, helfen. 6 Notiere Tipps, wie man Igel und Eichhörnchen helfen kann. Mach mit B 5 Hunde sind Nesthocker. B 6 Rinder sind Nestflüchter. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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