BioTOP 1, Schulbuch

50 Insektenfresser Arbeitsheftseite 25 Wie die Raubtiere bilden die Insektenfresser eine eigene Ordnung innerhalb der Klasse der Säugetiere. Welche Merkmale haben Insektenfresser? Wie ihr Name sagt, ernähren sich Insektenfresser hauptsächlich von Insekten, Regenwürmern und Schnecken. Insekten haben einen harten Panzer. Um diesen Panzer aufbeißen zu können, besteht das Insektenfressergebiss aus kleinen spitzen Zähnen ( B 1). Der Igel Der Igel kann bis zu 30 cm lang werden. Er ist ein Einzelgänger ( B 2). Er lebt auf Wiesen, in Hecken oder in lichten Wäldern. Tagsüber schläft er in seinem Versteck in zB Heu- oder Blätterhaufen, hohlen Baumstämmen oder Felsspalten. Nachts macht er Jagd auf Insekten, Regenwürmer und Schnecken – er ist nachtaktiv. Dabei legt er Strecken von bis zu 5 km zurück und muss auch oft Straßen überqueren. Seine Nahrung und andere Igel findet er mit seinem hervorragenden Geruchssinn. Die Rückenhaare des Igels sind zu harten und spitzen Stacheln umgebildet. Im Winter findet der Igel keine Nahrung, da es nur wenige Insekten gibt und der Boden oft sehr hart ist, da er gefroren ist. Daher zieht er sich in ein Nest zurück. Hier hält der Igel seinen Winterschlaf. Die Körpertemperatur sinkt dabei ab. Herzschlag und Atmung werden langsamer. Dadurch verbraucht der Igel wenig Energie. Die im Herbst angelegten Fettpolster dienen als Vorrat. Im Sommer bringen Igelweibchen in einem Nest etwa fünf Jungtiere zur Welt. Die Jungen sind Nesthocker und zunächst blind und taub ( B 3). Bei der Geburt haben sie noch ganz weiche Stacheln. So können sie ihre Mutter nicht verletzen. Zu den Feinden des Igels zählen der Rotfuchs, der Stein- und der Baummarder und der Uhu. Sie sind wie er in der Nacht unterwegs. Wenn der Igel Feinde wahrnimmt, rollt er sich zu einer stacheligen Kugel zusammen ( B 4). Dieses angeborene Verhalten hilft ihm bei tierischen Gegnern, es hilft aber leider nicht bei Autos. Daher werden jährlich viele Tausend Igel auf den Straßen überfahren. Igel sind auch durch den Rückgang von Sträuchern und natürlichen Hecken bedroht, weil ihr Lebensraum dadurch eingeschränkt wird. Durch den großflächigen Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln und heiße, trockene Sommer gibt es außerdem weniger Nahrung für Igel. Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer können zum Schutz der Igel beitragen. Sie können in ihrem Garten Plätze anbieten, die den Igeln als Verstecke dienen. Wenn man Haufen aus Blättern oder Ästen im Herbst liegenlässt, können Igel hier überwintern. In aufgeräumten Gärten finden sie keinen Unterschlupf und keine Nahrung. Mähroboter stellen eine Gefahr für Igel dar. Schneidezähne Eckzähne Vormahl- und Mahlzähne B 1 Insektenfressergebiss eines Maulwurfs B 2 Der Igel ist ein Einzelgänger. B 3 Junge Igel sind Nesthocker. B 4 Bei Gefahr rollt sich der Igel zusammen. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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