BioTOP 1, Schulbuch

90 Froschlurche Arbeitsheftseite 44 Zur Ordnung der Froschlurche gehören die Frösche, Kröten und Unken. Welche Merkmale haben Froschlurche? Erwachsene Froschlurche haben keinen Schwanz und keinen Hals. Ihre kräftigen, langen Hinterbeine sind zu Sprungbeinen umgebildet ( B 1). Froschlurche können hüpfen, weit springen oder laufen. Manche können auch gut klettern. Froschlurche leben in der Nähe von Gewässern, denn sie brauchen das Wasser zur Fortpflanzung. Um Frösche und Kröten auf ihren Wanderungen zu den Gewässern zu schützen, werden Schutzzäune entlang von Straßen errichtet. So werden die Tiere vom Überqueren der gefährlichen Straßen abgehalten. Sie werden mit Kübeln eingesammelt und auf der anderen Straßenseite wieder freigelassen. Dann können sie ihren Weg zum Gewässer sicher fortsetzen. Die Paarungszeit ist im Frühjahr. Nähert sich das Weibchen in dieser Zeit einem Männchen, springt das Männchen auf den Rücken des Weibchens und hält sich dort fest. Froschlurche haben eine äußere Befruchtung im Wasser (siehe Seite 89). Die Eier (Laich) sind von einer weichen Hülle umgeben. Darin entwickeln sich die Larven, die Kaulquappen. Sie leben nur im Wasser und sind Pflanzenfresser. Alle Froschlurche machen eine Verwandlung (Metamorphose) von der Larve zum erwachsenen Froschlurch durch. Bei Froschlurchen entwickeln sich bei den Larven zuerst die Hinterbeine, dann erst die Vorderbeine. Frösche Während der Paarungszeit kannst du in der Nähe von Gewässern oft Frösche quaken hören. Der männliche Frosch besitzt Schallblasen, die seine Rufe verstärken ( B 2). Schallblasen sind sehr dehnbare, dünne Ausbuchtungen der Haut. Beim Ausatmen wird Luft in die Schallblasen gepresst. So locken die Männchen die Weibchen an. Die Weibchen geben den Laich in Form eines Klumpens ins Wasser ab. Der Kleine Wasserfrosch ist grün, seltener bräunlich glänzend gefärbt. Du kannst ihn an seinem auffälligen hellgrünen Streifen am Rücken erkennen ( B 3). Er wird bis zu 5,5 cm groß. Der Kleine Wasserfrosch lebt hauptsächlich an Gewässern mit vielen Wasserpflanzen und an Ufern, die mit Gräsern bewachsen sind. Er ist in der Dämmerung aktiv. Bei Gefahr flüchtet er mit großen Sprüngen ins Wasser und kann dort lange untertauchen. Er hat Schwimmhäute zwischen den Zehen seiner Hinterfüße. Damit kann er gut schwimmen. Der Laubfrosch ist grün mit schwarzen Streifen an den Körperseiten ( B 4). Er wird bis zu 4,5 cm groß und ist in der Dämmerung aktiv. Der Laubfrosch ist ein ausgezeichneter Kletterer. Die scheibenförmigen Verbreiterungen an den Finger- und Zehenspitzen ermöglichen ihm einen guten Halt auf Ästen. B 1 Ein Froschlurch hat keinen Schwanz, keinen Hals und kräftige Hinterbeine. B 2 Der männliche Frosch verstärkt seine Rufe mit Schallblasen. B 3 Der Kleine Wasserfrosch B 4 Der Laubfrosch Zusatzmaterial bz3md3 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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