30 Arbeitsheftseite 16 In der Pubertät entwickeln sich durch die weiblichen Hormone die Geschlechtsmerkmale weiter ( B 1). Die Brüste beginnen zu wachsen, das Becken wird breiter und es kommt zur ersten Menstruation. Wie sind die weiblichen Geschlechtsorgane aufgebaut? Die äußeren Geschlechtsorgane der Frau nennt man Vulva. Die äußeren und inneren Vulvalippen sind Hautfalten, die den Scheideneingang und die Öffnung der Harnröhre schützend umschließen ( B 2). Am vorderen Ende der inneren Vulvalippen befindet sich die Klitoris. Hier enden viele Nervenzellen. Die Klitoris ist ähnlich dem Penis des Mannes aufgebaut. Bei sexueller Erregung füllen sich Schwellkörper mit Blut. Die Klitoris und teilweise die Vulvalippen schwellen an. Die inneren Geschlechtsorgane bestehen aus Scheide, Gebärmutter, Eileitern und Eierstöcken Die Scheide (Vagina) ist ein etwa 8 bis 11 cm langer Muskelschlauch, der zur Gebärmutter führt. Die 7 bis 10 cm große Gebärmutter (der Uterus) ist ein Muskel und mit Schleimhaut ausgekleidet. In der Gebärmutter entwickelt sich das Kind bis zur Geburt (siehe Seite 40). Am oberen Ende der Gebärmutter münden die beiden Eileiter, in denen die reifen Eizellen aus den Eierstöcken in die Gebärmutter gelangen. Nach unten verengt sich die Gebärmutter zum sogenannten Gebärmutterhals. Seine Öffnung zur Scheide wird Muttermund genannt. Die Eierstöcke (die Ovarien) sind die weiblichen Keimdrüsen. In ihnen reifen die Eizellen heran und hier werden die weiblichen Geschlechtshormone erzeugt. Bei der Geburt des Mädchens sind in jedem Eierstock etwa 400 000 Eibläschen (Follikel) mit unreifen Eizellen angelegt. Ab der Pubertät reift alle 21–40 Tage (je nach Zyklusdauer) eine Eizelle heran ( B 5). Die weiblichen Geschlechtsorgane bilden sich durch bestimmte Hormone, vor allem Östrogen. Sie bestimmen die Entwicklung und das Aussehen der Geschlechtsmerkmale. Auch die Erbinformation kann dabei eine Rolle spielen (siehe Seite 44). 6 Jahre 15 Jahre 30 Jahre B 1 Die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsmerkmale Regelmäßiges Waschen der Vulva schützt vor unangenehmer Geruchsbildung und Krankheitserregern. Am besten eignet sich dazu warmes Wasser. Intimwaschlotionen oder Ähnliches sind nicht nötig. Das Innere der Scheide sollte nicht gewaschen werden, da sonst wichtige Bakterien entfernt werden, die vor einer Infektion schützen können. Weißt du … Eileiter innere und äußere Vulvalippen Klitoris mit Schwellkörpern Eierstock Gebärmutter Schleimhaut Scheide Harnblase Harnröhre B 2 Lage der weiblichen Geschlechtsorgane Zusatzmaterial v3m7zv Die weiblichen Geschlechtsorgane und der Zyklus Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==