BioTOP 4, Schulbuch

31 Wie wird der weibliche Zyklus gesteuert? Ein Zyklus ist die Zeitspanne von einer Menstruation zur nächsten. Die Menstruation setzt (je nach Zyklusdauer) etwa alle 3 bis 6 Wochen ein und dauert zwischen drei und sieben Tagen. Die Blutung wird mithilfe von Menstruationsprodukten aufgefangen ( B 3). Im ersten Abschnitt des weiblichen Zyklus wachsen durch das von der Hypophyse gebildete Follikelstimulierende Hormon (FSH) Eibläschen (Follikel) in einem Eierstock heran. In ihnen reifen die Eizellen. Dabei erzeugt das Eibläschen selbst ein Hormon, das Östrogen. Dieses Hormon wirkt auf die Gebärmutterschleimhaut und lässt sie innerhalb der nächsten zwei Wochen anwachsen. Etwa zwischen dem 7. und 21. Zyklustag wird von der Hypophyse das Luteinisierende Hormon (LH) ans Blut abgegeben. Dieses lässt das Eibläschen aufplatzen. Die Eizelle wird aus dem Eiblächen in den Eileiter und weiter in die Gebärmutter gespült. Diesen Vorgang nennt man Eisprung. Die Eizelle kann schon im Eileiter befruchtet werden. Das Eibläschen bleibt im Eierstock zurück. Es verändert seine Farbe und wandelt sich in den Gelbkörper um. Dieser bildet das Gelbkörperhormon (Progesteron), das die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut für die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet. Wenn keine Befruchtung erfolgt, stirbt die Eizelle nach 12–24 Stunden ab. Der Gelbkörper im Eierstock bildet sich innerhalb der nächsten beiden Wochen zurück und die Gebärmutterschleimhaut wird wieder abgebaut. Sie wird durch die Regelblutung (Menstruation) zwischen dem 21. und 40. Zyklustag aus dem Körper geschwemmt. Durch den Zyklus wird der Körper der Frau jeden Monat aufs Neue auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr nimmt die Produktion weiblicher Hormone ab und es werden keine Eizellen mehr freigesetzt. Die Regelblutung endet mit diesem sogenannten Wechsel (der Menopause). B 3 Verschiedene Menstruationsprodukte B 4 Eierstöcke und Gebärmutterschleimhaut können mittels Ultraschall untersucht werden. Follikelstimulierendes Hormon bewirkt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut 1. Tag um den 14. Tag (7.–21. Tag normal) zwischen 21. und 40. Tag Gelbkörperhormon bewirkt die Erhaltung der Gebärmutterschleimhaut Reifung eines Eibläschens Eisprung Gelbkörper Regelblutung B 5 Der weibliche Zyklus: Der erste Tag der Regelblutung ist der erste Tag des Zyklus. Zusammenfassung Die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane sind Vulvalippen und Klitoris. Innenliegend sind Scheide, Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke. Der weibliche Zyklus wird durch das Zusammenspiel verschiedener Hormone gesteuert und dient der Fortpflanzung. 1 Bei Zyklusstörungen und Schmerzen sollte eine Frauenärztin/ein Frauenarzt aufgesucht werden ( B 4). Recherchiere, wie eine Untersuchung dort abläuft. 2 Es ist wichtig, über den Körper und den Zyklus Bescheid zu wissen. Verschiedene kostenfreie Zykluskalender gibt es auch als App für Smartphones. Vergleiche diese Produkte und besprich mit anderen, wie sie den Zyklus notieren. 3 Weibliche Genitalverstümmelung wird in vielen afrikanischen und südostasiatischen Ländern praktiziert. Sie kann weitreichende Folgen haben und es gibt keine medizinische Begründung dafür. Recherchiere und sammle Argumente für ein weltweites Verbot. Mach mit ZMuednisecshe m B u c h Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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