35 Was sind mechanische Verhütungsmittel? Mechanische Verhütungsmittel bilden ein Hindernis zwischen Spermien und Eizelle und sollen so eine Befruchtung verhindern. Das Kondom besteht aus einer dünnen Hülle, die über den steifen Penis gestreift wird ( B 3). Es verhindert, dass Spermien in die Scheide gelangen, und schützt vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Oft senken Anwendungsfehler die Sicherheit (Pearl-Index 2–12). Es darf nicht gleichzeitig mit ölhaltigen Cremen angewendet werden. Achte auch auf das Haltbarkeitsdatum. Für Frauen gibt es das Femidom, das in die Scheide eingeführt wird und ebenfalls vor Krankheitserregern schützt. (Pearl-Index 5–21). Was sind hormonelle Verhütungsmittel? Hormonelle Verhütungsmittel beeinflussen den weiblichen Zyklus. Sie enthalten Hormone, die den Eisprung bzw. die Einnistung verhindern und das Eindringen der Spermien erschweren. Sie schützen nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten! Die Antibabypille wird von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt verschrieben ( B 4). Bei regelmäßiger Einnahme ist sie ein sehr sicheres Verhütungsmittel (Pearl-Index 0,1–0,9). Durch den Eingriff ins weibliche Hormonsystem kann es Nebenwirkungen geben. Diese sollten mit der Ärztin oder dem Arzt genau besprochen werden. Hormone können auch durch eine Dreimonatsspritze, ein Hormonpflaster ( B 5), einen Verhütungsring oder ein Hormonstäbchen, das unter die Haut am Oberarm eingesetzt wird, in den Körper gelangen. Die Hormonspirale ( B 5) wird in die Gebärmutter der Frau eingesetzt und soll die Einnistung der Eizelle verhindern (Pearl-Index 0,1–0,2). Weitere Möglichkeiten Wenn ein Paar keine Kinder (mehr) bekommen möchte, können beim Mann die Spermienleiter oder bei der Frau die Eileiter bei einer Operation durchtrennt werden. Dies nennt man Sterilisation. Die „Pille danach“ ist eine Notfallverhütung, die in Ausnahmefällen zum Einsatz kommt. Die Frau nimmt ein hoch dosiertes Hormon ein, das den Eisprung verschiebt. Die Pille danach gibt es rezeptfrei in Apotheken. Wenn es zu einer ungewollten Schwangerschaft kommt, gibt es in Österreich die Möglichkeit einen Schwangerschaftsabbruch bis zum Ende des dritten Schwangerschaftsmonats durchführen zu lassen. Auf Seite 24 findest du Beratungsmöglichkeiten. B 4 Die Antibabypille B 5 Das Hormonpflaster (links) und die Hormonspirale (rechts) Zusammenfassung Es gibt natürliche, mechanische, hormonelle und operative Methoden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Nur die mechanischen Methoden schützen auch vor sexuell übertragbaren Krankheitserregern. Beide Partner sollten gemeinsam eine sichere Methode wählen. 1 Freunde von dir „verhüten“ mit Coitus Interruptus. Dabei wird der Penis vor dem Spermienerguss aus der Scheide gezogen. Es handelt sich dabei nicht um eine Verhütungsmethode, da Spermien schon vorher abgegeben werden können („Lusttropfen“). Formuliere einen Ratschlag. 2 Die Pille danach soll möglichst schnell nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingenommen werden und ist deshalb rezeptfrei erhältlich. Begründe diese Regelung: Warum ist eine rasche Einnahme wichtig? Ab wann kann die Pille danach eine Schwangerschaft nicht mehr verhindern? 3 Analysiere Abbildung B 2 und erstelle daraus ein Diagramm. Vergleiche die Verhütungsmethoden miteinander. Gibt es die richtige Methode? Mach mit ZMuednisecshe m B u c h Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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