56 Arbeitsheftseite 28 In der 3. Klasse hast du viel über die Geschichte der Erde gelernt ( B 1). Sie entstand vor 4,6 Milliarden Jahren und war zunächst ein kahler, heißer Planet. Erst als sich die Bedingungen auf der Erde änderten, konnte vor etwa 3,5 Milliarden Jahren erstes einfaches Leben in Form von Urbakterien entstehen. Betrachtet man die lange Geschichte der Erde wie ein Buch, hat der Mensch darin nur ein ganz kurzes Kapitel. Die ersten menschenähnlichen Lebewesen entwickelten sich vor etwa 6 Millionen Jahren. Der moderne Mensch, wie er heute existiert, trat vor etwa 300 000 Jahren in Afrika auf. Evolution und Mutation Im Laufe der Erdgeschichte entwickelten sich unterschiedlichste Lebewesen. Viele starben wieder aus, zB aufgrund geänderter Klimabedingungen. Andere entwickelten sich weiter. Diese schrittweise Entwicklung nennt man Evolution. So entstanden alle heute auf der Erde vorkommenden Lebewesen ursprünglich aus Urbakterien. Diese Entwicklung über Milliarden Jahre hinweg war durch Mutationen möglich (siehe Seite 48). Diese kleinen, zufälligen Veränderungen in der DNA können zu neuen Merkmalen führen ( B 2). Bewirken die neuen Merkmale eine bessere Anpassung an die Umgebung, kann sich das Lebewesen besser vermehren. Es überleben jene, die an die Anforderungen der Umgebung besser angepasst sind (natürliche Selektion). Auch die Entwicklung des Menschen war nur durch Mutationen möglich. Manche Menschenarten starben schnell aus, andere waren besser angepasst und lebten länger auf der Erde. Fossilien als Beleg für die menschliche Entwicklung Die Entwicklungsgeschichte des Menschen können wir mithilfe von Fossilien nachvollziehen. Das sind Überreste von vergangenem Leben, die man in Boden- und Gesteinsschichten findet ( B 3). Meist handelt es sich dabei um die harten Teile der Lebewesen. Beim Menschen sind das Knochen und Zähne. Die Weichteile wurden zersetzt. Menschliche Fossilien bestehen meist aus vielen Bruchstücken, die wieder zusammengesetzt werden müssen. Oft findet man nur wenige Teile eines Skeletts oder sogar nur Teile eines Knochens. Daher kann die Zuordnung zu einer bestimmten Art Mensch schwierig sein. Sie erfordert genaues Arbeiten und Vergleichen. Anhand der Fossilien können Wissenschafterinnen und Wissenschafter Rückschlüsse auf die Entwicklungsgeschichte des Menschen ziehen. Anpassungen im Skelett, zB im Becken und in der Wirbelsäule, zeigen die Entwicklung des aufrechten Ganges. Die Vergrößerung der Schädelknochen und damit des Gehirns gibt Hinweise für die Entwicklung von größerer Intelligenz. Veränderungen an den Zähnen lassen auf Ernährung und Lebensweise der früheren Menschen schließen. B 1 Die Erdgeschichte im Überblick B 2 Mutationen einzelner Buchstaben im DNA-Code B 3 Fossilien werden aus Gesteinsschichten freigelegt. Belege der menschlichen Entwicklung Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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