59 Becken und Wirbelsäule sind für den aufrechten Gang geformt. Das Hinterhauptsloch liegt in der Mitte der Schädelbasis. Somit kann der Schädel aufgerichtet getragen werden. Schimpansen, die in den Wäldern Afrikas beheimatet sind, müssen an das Leben in den Bäumen angepasst sein. Die große Zehe und der Daumen können die anderen Zehen und die anderen Finger berühren. Daher können sie nicht nur mit den Fingern, sondern auch mit den Zehen greifen. Die Arme sind länger als die Beine. Am Boden bewegen sich die Schimpansen zumeist auf allen Vieren fort. Das Becken muss nicht ständig das Gewicht der inneren Organe tragen und ist daher lang und schmal. Der Mensch gebraucht seine Hände als Greifwerkzeuge. Seine große Zehe ist aber nicht so beweglich wie beim Schimpansen. Deutliche Unterschiede zeigen sich, wenn man die Schädel des Schimpansen und des Menschen miteinander vergleicht ( B 6). Der Schädel des Schimpansen besitzt eine deutliche Schnauze. Die Augen sind durch Oberaugenwülste vor Verletzungen geschützt. Der Gehirnschädel fasst ein Volumen von etwa 350 cm3. Die Kiefer des Schimpansen haben stark entwickelte Eckzähne. Beim heutigen Menschen ragt die Stirn hingegen gerade empor. Die Augen werden nicht mehr durch Oberaugenwülste geschützt. Der Gehirnschädel ist stark ausgebildet und umgibt das rund 1 300 bis 1 450 cm3 große Gehirn. Die Eckzähne des Menschen sind nicht größer als andere Zähne. Kommunikation von Mensch und Schimpanse Der Mensch hat im Vergleich zur Körpermasse ein großes Gehirn. Es bildet die Grundlage für die typisch menschlichen Fähigkeiten. In der langen Kindheit erlernen wir viele Fertigkeiten, die uns unser weiteres Leben erleichtern. Wir besitzen eine besondere Lernfähigkeit. Ohne diese wäre es den Menschen nie möglich gewesen, Werkzeuge gezielt zu erschaffen und einzusetzen. Wir können uns mit Worten verständigen. Dies verbessert unsere Fähigkeit, mit anderen Menschen zusammenzuleben. Schimpansen verständigen sich untereinander durch ausgeprägte Laute, Bewegungen und Zeichen (Gestik) und Veränderungen des Gesichts (Mimik). Zur deutlichen Sprache sind sie aufgrund der Lage ihres Kehlkopfes nicht fähig. Es konnte jedoch nachgewiesen werden, dass Schimpansen eine Verständigung mit Symbolen erlernen können. B 5 Orang-Utans Schimpanse Mensch B 6 Schädel von Schimpanse und Mensch im Vergleich (Schema) Zusammenfassung Menschen und Menschenaffen haben gemeinsame Vorfahren. Die nächsten Verwandten des Menschen sind Schimpansen und Bonobos. Menschen unterscheiden sich von Affen durch den aufrechten Gang, den Gebrauch von Werkzeug, die Lernfähigkeit und die Sprache. 1 Greife etwas mit deinen nackten Zehen. Begründe die fehlende Notwendigkeit für diese Beweglichkeit. 2 Recherchiere zu Jane Goodall. Suche dazu ein Video, das ihre Forschungsarbeit erklärt. 3 Beschreibe die Unterschiede im Gehirnschädel von Mensch und Schimpanse. Erkläre, wie diese Unterschiede in der Evolution entstanden sind und was sie mit der jeweiligen Lebensweise zu tun haben. Mach mit ZEuntdwieicskelmunBgusgcheschichte Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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