BioTOP 4, Schulbuch

Die Evolution menschlichen Verhaltens Die Evolution des menschlichen Verhaltens ist untrennbar mit der Evolution des Gehirns verbunden. Wie du im Kapitel gelernt hast, hat das Gehirnvolumen des Menschen im Laufe seiner Entwicklung zugenommen. Das Gehirnvolumen allein macht jedoch noch keine Intelligenz aus. Wichtiger ist die Vernetzung der Nervenzellen und Gehirnbereiche. Die Zunahme der Intelligenz ermöglichte den frühen Menschen abstraktes Denken. Homo habilis konnte zB verstehen, dass sich ein Stein als Werkzeug eignete, Homo erectus verbesserte das Werkzeug. So entwickelte sich über Millionen Jahre unserer moderne Lebensweise. Auch die Begräbniskultur, die erstmals beim Neandertaler nachgewiesen wurde, erfordert ein abstraktes Denken. Der Neandertaler musste eine Art Glauben an ein Leben nach dem Tod gehabt haben. Wissenschafterinnen und Wissenschafter entwickelten die Theorie des sozialen Gehirns. Sie besagt, dass die Entwicklung des menschlichen Gehirns stark durch das Sozialleben geprägt wurde. Größere soziale Gruppen erforderten die Verständigung mit mehr Menschen und damit mehr Gehirnleistung. Teil der Theorie ist, dass bestimmte Fähigkeiten durch die sozialen Anforderungen entstanden sind. 1 Erläutere die Fähigkeiten, die es für ein soziales Zusammenleben braucht. Bedenke dabei die Fähigkeiten, die du selbst in einer sozialen Gruppe (zB in der Klasse) benötigst. 2 Nenne Vorteile, die das Leben in sozialen Gruppen für die frühen Menschen hatte. 3 Eine Mitschülerin behauptet, sie brauche niemanden und könne gut allein leben. Verfasse eine Antwort. 67 Zum Thema Entwicklungsgeschichte Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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