BioTOP 4, Schulbuch

7 Das Großhirn macht beim Menschen einen sehr großen Teil des Gehirns aus und ist im Vergleich zu anderen Tieren sehr ausgeprägt ( B 2). Es ist in zwei Hälften, die Hemisphären, unterteilt. Die linke Gehirnhälfte steuert die rechte Körperhälfte und umgekehrt. Die beiden Hemisphären sind durch den Balken verbunden. Er besteht aus vielen, gebündelten Nervenfasern, die den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Hemisphären ermöglichen. Die äußere Schicht des Großhirns nennt man Großhirnrinde. Die Falten in der Großhirnrinde vergrößern die Oberfläche des Großhirns, sodass mehr Nervenzellen darin Platz finden. Informationsverarbeitung, Lernen, Wahrnehmung, Gedächtnis und Denken finden mithilfe der Nervenzellen des Großhirns statt. Außerdem gibt es bestimmte Bereiche, in denen sich Nervenzellen zusammenschließen und gemeinsam spezialisierte Aufgaben erfüllen ( B 3). Das Zwischenhirn liegt unterhalb des Balkens. Es steuert die inneren Organe und ist eine wichtige Schaltstelle zwischen den Sinnesorganen und dem Großhirn. Empfindungen wie Hunger und Durst entstehen hier und werden an das Großhirn weitergeleitet. Im Zwischenhirn befindet sich auch das Wach-Schlaf-Zentrum. Die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und die Zirbeldrüse sind zwei Hormondrüsen (siehe Seiten 10–11). Sie liegen beim Zwischenhirn. Das Mittelhirn liegt unterhalb des Zwischenhirns. Es bildet die Hauptschaltzentrale zwischen den Sinnesorganen und den Muskeln. Es steuert zB die Anpassungen der Augen an unterschiedlich weit entfernte Gegenstände und verschiedene Lichtstärken. Das Kleinhirn schließt an das Mittelhirn an. Es steuert die Bewegungen des Körpers und das Gleichgewicht. Informationen aus den Sinnesorganen werden mit Informationen aus den Muskeln abgestimmt. Das ermöglicht die Bewegung im Raum. Das Nachhirn verbindet das Gehirn mit dem Rückenmark. Es kontrolliert unbewusste, lebenserhaltende Vorgänge wie zB Atmung und Herzschlag. Es steuert aber auch wichtige Reflexe wie Husten, Niesen, Erbrechen und Schlucken. Das Rückenmark wird von den Wirbeln der Wirbelsäule geschützt. Es reicht vom Gehirn bis zu den Lendenwirbeln im unteren Rücken. Im Rückenmark befindet sich Liquor zum Schutz und zur Versorgung der Nervenzellen. Zwischen den Wirbeln führen je zwei Nervenstränge vom Rückenmark in den Körper ( B 4). Bewegungen Entscheidungen Sprachproduktion Sinneseindrücke der Haut Seherinnerungen/ räuml. Vorstellung Sehen Sprachverständnis Hören B 3 In der Großhirnrinde sind bestimmte Bereiche für spezialisierte Aufgaben verantwortlich. Wirbel Rückenmark Zentralkanal mit Liquor Bandscheibe Nervenstrang B 4 Schema des Rückenmarks und seiner Lage zwischen den Wirbeln Zusammenfassung Das Nervensystem ist für die Steuerung unseres Körpers verantwortlich. Möglich wird das durch die starke Vernetzung von Nervenzellen. Das Zentralnervensystem wird von Gehirn und Rückenmark gebildet. Das Gehirn wird in Großhirn, Zwischenhirn, Mittelhirn, Kleinhirn und Nachhirn eingeteilt. Das periphere Nervensystem wird von den Nervenfasern außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks gebildet. 1 Male mit der linken Hand ein Quadrat und gleichzeitig mit der rechten Hand ein Dreieck. Diskutiere, inwieweit der Balken an dieser Aufgabe beteiligt ist. 2 Interpretiere Abbildung B 3 hinsichtlich möglicher Folgen bei Verletzungen in den jeweiligen Bereichen. 3 „Beim Scooter-Fahren brauche ich keinen Helm. Ich passe eh auf!“ Formuliere eine gesundheitsbewusste Antwort mit Bezug auf den Schutz des Gehirns. Mach mit ZMuednisecshe m B u c h Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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