85 Artenschutz In Bio-Betrieben werden selten gewordene Gemüse- und Obstsorten angebaut und alte Tierrassen gezüchtet. Neben dem Verzicht auf Kunstdünger und chemische Spritzmittel tragen auch die Erhaltung von Hecken und Rainen zum Artenschutz bei ( B 5,B 6). Hier gedeihen Wildblumen, heimische Sträucher und Bäume, die vielen Tieren Nahrung und Lebensraum bieten. Futterwiesen für die Tierhaltung dürfen erst nach der Samenreife der Wildblumen gemäht werden. Biologische Viehzucht und Tierhaltung Die Ställe von biologisch gehaltenen Nutztieren müssen artgerecht eingerichtet sein. Jedes Tier muss sich frei bewegen können und genug Platz zum Fressen, Ruhen und für Kontakte haben. Für einen Zugang ins Freie muss gesorgt sein. Das Tierwohl steht an oberster Stelle. Die Fütterung muss zum größten Teil mit biologisch angebautem, gentechnikfrei produziertem Futter erfolgen. Heimische Kuhweiden statt Sojaimporte schonen das Klima! Medikamente wie zB Antibiotika dürfen nur bei bestehenden Erkrankungen und nicht vorbeugend gegeben werden. Kontrollierte Gütesiegel Bio-Produkte sind mit offiziellen Bio-Siegeln versehen, die strengere Auflagen haben als die konventionelle Landwirtschaft ( B 7, B 8). Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wird bei allen landwirtschaftlichen Betrieben regelmäßig streng kontrolliert. B 5 Hecken bieten vielen Tieren Nahrung und Lebensraum. B 6 Randstreifen (Rain) mit Wildblumen 1 Formuliere 3 Fragen zum Diagramm B 9. 2 Begründe, wieso die Gesamtmenge im Diagramm mehr als 100 % ergibt. 3 Sammelt Ideen, wie der Bio-Anteil bei Rindern, Geflügel und Schweinen erhöht werden kann. Was kannst du dazu beitragen? 4 Als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel wurde der Asiatische Marienkäfer importiert. Recherchiere die Probleme, die dieser Käfer mit sich brachte. (# Asiatischer Marienkäfer Probleme) Mach mit Zusammenfassung Die biologische Landwirtschaft setzt natürlichen Dünger und Nützlinge ein. Dadurch werden der Boden, Gewässer und die Artenvielfalt geschont. Auch die Züchtung alter, seltener Obst- und Gemüsesorten sowie Tierrassen leistet einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Es wird viel Wert auf artgerechte Tierhaltung und das Tierwohl gelegt. B 7 Das EU-Bio-Logo B 8 AMA-Biosiegel mit Herkunftsangabe AUSTRIA und BIO AustriaLogo 40 % 10 % 0 % Ziegen Schafe Rinder Geflügel Schweine 20 % 30 % 50 % 60 % 3 % 22 % 21 % 30 % 53 % B 9 Anteil der biologischen Haltung bei Nutztieren in Österreich ZL au nd i ewsier tms c Bh au fcth Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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