89 Hirse Hirse ist die Sammelbezeichnung für einige wärmeliebende Getreidearten mit kleinen runden Körnern. Verschiedene Hirsearten dienen in Afrika und Asien oft als Hauptnahrungsmittel. In Österreich wird Rispenhirse angebaut ( B 6). Im Mittelalter war sie in Form von Hirsebrei für die Ernährung der Menschen von größter Bedeutung. Hirse benötigt zum Wachsen wenig Wasser und wird wegen des Klimawandels vermehrt angebaut. Heute findet sie Verwendung als Futter für Nutztiere, Vogelfutter und Nahrungsmittel für den Menschen. Mais Mais stammt aus Amerika. Er wächst schnell und wird bis zu 3 m hoch ( B 7). Ursprünglich wuchs Mais nur in warmen Gebieten. Durch Züchtungen gibt es nun Sorten, die auch im kühleren und feuchteren Klima Mitteleuropas wachsen und gute Erträge bringen. Seine Blüten sind getrennt geschlechtig. Aus den weiblichen Blütenständen entwickeln sich die Maiskolben. Sie sind von grünen Blättern umhüllt, die dann gelb werden und eintrocknen. Die männlichen Blüten sitzen oben auf der Pflanze, damit der Wind den Pollen gut verbreiten kann. Der größte Teil des angebauten Maises dient als Tierfutter. So wird aus grünen Pflanzen eine Eiweißquelle (Fleisch). Dafür wird viel Platz benötigt. Nur etwa ein Drittel der Maisernte wird für die Nahrung des Menschen verwendet. Bestimmte Maissorten werden zu Popcorn. Reis Reis ist das weltweit am meisten angebaute Getreide. Er wächst in warmen und feuchten Gebieten. Reis wird meist in Terrassen angebaut, sowohl in Nass- als auch in Trockenanbau. Beim Nassanbau wird das Reisfeld unter Wasser gesetzt, um Unkräuter zu vermeiden. Bakterien im Wasser produzieren das Treibhausgas Methan. Später wird das Wasser abgelassen, der Reis wird trocken geerntet. Im burgenländischen Seewinkel und in Gerasdorf bei Wien wird Reis angebaut, ohne die Felder zu fluten (Trockenanbau). Buchweizen Buchweizen zählt nicht zu den Süßgräsern, sondern zu den Knöterichgewächsen. Er wird daher als Pseudogetreide bezeichnet. Buchweizen wird in einigen Gegenden Österreichs, zB in Südkärnten, seit Jahrhunderten angebaut und zu Sterz (gerösteter Brei) verarbeitet. B 5 Der Hafer B 6 Die Rispenhirse B 7 Der Mais Zusammenfassung Wichtige Getreidesorten sind Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais und Reis. Getreide dient als Lebensmittel für Menschen und als Tierfutter. Buchweizen ist kein Süßgras und daher ein Pseudogetreide. 1 Besuche ein Getreidefeld und bestimme die Pflanzenart mit den Angaben auf dieser Seite oder einer Bestimmungs-App. 2 Erstelle ein Balkendiagramm zur Erntemenge von Weizen, Roggen und Gerste des Vorjahres. Recherchiere die Daten. Finde einen Titel und formuliere drei Fragen zum Diagramm. Lass jemanden anderen diese Fragen beantworten. 3 Gluten ist das Eiweiß im Getreide. Recherchiere im Internet Pflanzen, aus denen glutenfreie Produkte, wie zB Brot oder Nudeln, hergestellt werden oder schau dir in einem Supermarkt die entsprechenden Packungen an und fotografiere sie. Mach mit ZL au nd i ewsier tms c Bh au fcth Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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