93 Erbsen, Linsen und Bohnen sind Hülsenfrüchtler Als Erbsen werden sowohl die Pflanzen als auch die Samen bezeichnet ( B 5). Die Erbse zählt mit Getreide und Linsen zu unseren ältesten Kulturpflanzen. Die Erbse enthält etwa 1/3 Eiweiß und 2/3 Kohlenhydrate. Grüne Zuckererbsen werden ab Ende Juni unreif geerntet. Sie sind die einzigen Hülsenfrüchte, die roh gegessen werden können, alle anderen müssen gut gekocht werden, um enthaltene Giftstoffe zu entfernen. Linsen enthalten mehr Eiweiß als Erbsen oder Bohnen und sind leichter verdaulich. Es gibt viele verschiedene Sorten ( B 6). Linsen wachsen auf trockenen, nährstoffarmen Böden, wegen des Klimawandels steigt ihr Anbau in Österreich. Linsen werden zusammen mit Getreide angebaut, sie ranken sich an den Halmen hinauf. Die Samen beider Pflanzenarten werden gemeinsam geerntet und danach sortiert. Bohnen können buschförmig (Buschbohne) oder rankend (Stangenbohne) wachsen. Die unreif geernteten, gekochten Hülsen werden als grüne Bohnen (Fisolen) gegessen, die reifen Samen können lange gelagert werden. Es gibt eine große Anzahl von Bohnensorten in verschiedenen Farben, Formen und Größen. Hülsenfrüchte als Fleischersatzprodukt Die Rückstände der Sojabohnen nach der Ölgewinnung werden als Basis für Fleischersatzprodukte verwendet. Auch Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen können verwendet werden, um Nahrungsmittel herzustellen. Sie erinnern in ihrem Aussehen und ihrem Geschmack an Fleisch ( B 7). Dazu werden die Hülsenfrüchte zerkleinert. Fleischersatzprodukte können auch Weizeneiweiß oder Pilze enthalten. Hülsenfrüchtler als Grünfutter und Gründüngung Verschiedene Pflanzen werden als Grünfutter für Nutztiere, zB Rinder, angebaut. Neben Wiesen oder grün geerntetem Mais dienen dazu auch Felder mit Eiweiß liefernden Pflanzen, zB Klee. Alle Hülsenfrüchtler bilden eine Symbiose mit Knöllchenbakterien, die Luftstickstoff binden und den Boden damit düngen. Durch ihre Wurzeln lockern sie den Boden auf. Die Pflanzen werden nicht geerntet, sondern bleiben über den Winter im Boden und werden dann im Frühjahr eingearbeitet. So kann sich kein Unkraut ansiedeln und die neue Saat wird auf lockerem, mit Stickstoff angereichertem Boden gesät. B 5 Blüten und unreife Hülse einer Erbse B 6 Verschiedene Linsensorten B 7 Pflanzlicher Burger aus Erbsenprotein Zusammenfassung Zu den heimischen Ölpflanzen zählen zB Sonnenblume, Raps und Soja. Die Öle von Raps und Soja werden auch als Bio-Diesel eingesetzt. Hülsenfrüchte enthalten viel Eiweiß. Erbsen und Linsen zählen neben Getreide zu den ersten Nahrungsmitteln des Menschen. Hülsenfrüchte werden auch zu Fleischersatzprodukten verarbeitet oder als Grünfutter für Nutztiere oder zur Gründüngung eingesetzt. 1 Woraus wird Bio-Treibstoff gemacht? Stelle diese Frage einer Suchmaschine und fasse die Antworten zusammen. 2 Bewerte deine Ergebnisse aus Aufgabe 1 in Hinblick auf ihre Auswirkung auf die Umwelt. Erstelle dazu eine Tabelle mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen. 3 Sammelt Rezepte für die Zubereitung von Hülsenfrüchten. 4 Suche im Kühlregal eines Supermarkts nach fünf Fleischersatzprodukten. Notiere die Pflanzen, die dafür verwendet wurden. Mach mit ZL au nd i ewsier tms c Bh au fcth Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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