einfach bio 1, Schulbuch

Das Schwein ist ein Paarhufer und ein Zehenspitzengänger. Anders als die anderen Paarhufer ist es ein Allesfresser. Es frisst sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung und ist kein Wiederkäuer. Das Hausschwein stammt vom Wildschwein ab. Mächtige Zähne, feine Nase Das Schwein hat ein Allesfressergebiss (B1). Alle vier Zahnarten sind gut ausgebildet. Die Schneidezähne sehen aus wie bei Pflanzenfressern. Wie mit einer Zange reißt das Schwein damit seine pflanzliche Nahrung ab. Die Eckzähne sind zu Hauern umgebildet. Bei männlichen Wildschweinen können die Hauer bis zu 30 cm lang werden. Bei den weiblichen Wildschweinen und beim Hausschwein sind sie kürzer. Die Vormahlzähne sind scharfkantig und können tierische Nahrung gut verarbeiten. Die Mahlzähne haben viele Höcker zum Zerkauen und Zermahlen pflanzlicher Nahrung. Schweine wühlen bei der Nahrungssuche im Boden. Dafür haben sie eine lange Schnauze mit einer Wühlscheibe. Mit dieser kann das Schwein seine Nahrung erriechen und ertasten. Der Darm von Allesfressern ist kürzer als der eines Pflanzenfressers, aber länger als der eines Fleischfressers. Das Hausschwein – ein wichtiges Nutztier Das Hausschwein hat einen schwer gebauten Körper mit kurzen Beinen, großen Schlappohren und einem Ringelschwanz. Es hat eine rosa Haut mit wenigen Borsten. Sein Kopf ist kürzer als der des Wildschweins. Das männliche Hausschwein wird Eber oder Saubär genannt. Das weibliche Hausschwein nennt man Sau. Die Jungen bezeichnet man als Ferkel. Das Hausschwein ist der wichtigste Fleisch- und Fettlieferant in Österreich. Schweinefett (Schmalz) wird zum Kochen und Backen genutzt. Die Haut von Schweinen wird zu Leder für Schuhe und Taschen verarbeitet. Die Borsten werden für Pinsel und Bürsten verwendet. Das Wildschwein: der wilde Verwandte Das Wildschwein hat ein braun-schwarzes Fell mit dicken Borsten. Mit seinen langen, muskulösen Beinen kann es sehr schnell laufen. Das Wildschwein hat einen hohen, schmalen Körper, einen langen, keilförmigen Kopf, einen geraden Schwanz und aufgestellte Ohren. Männliche, ausgewachsene Wildschweine nennt man Keiler. Das weibliche Wildschwein ist die Bache. Die Wildschwein-Jungen bezeichnet man als Frischlinge. Wildschweine leben in Herden (Rotten) zusammen, die aus Bachen (B3), Frischlingen und jungen Männchen bestehen. A1 Vergleiche B2 und B3. Worin unterscheiden sich Haus- und Wildschwein im Körperbau? Lege eine Tabelle in deinem Heft an. A2 Immer mehr Wildschweine richten auf Feldern, Gärten oder Friedhöfen in Städten große Schäden an. Erörtere mögliche Gründe für dieses Verhalten. Kurz erklärt Borsten: Haare der Schweine B1 Das Allesfressergebiss Vormahlzähne Mahlzähne Schneidezähne Eckzähne B2 Hausschwein B3 Wildschwein 88 Das Schwein – ein Allesfresser Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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