A1 Stelle die Namen der Tiere richtig. Erstelle dann ein Kurzreferat zu einem der Ackerbewohner. Entstehung der Landwirtschaft Vor etwa 12 000 Jahren wurde der Mensch vom Jäger und Sammler zum sesshaften Viehbauer und Ackerbauer. Er begann Wälder zu roden, um auf diesen Flächen Nutzpflanzen anzubauen. Es entstand eine Landschaft mit kleinen Äckern und Wiesen, die durch Bäche und Hecken voneinander getrennt waren. Die abwechslungsreiche Landschaft brachte eine Zunahme der Artenvielfalt mit sich. Äcker waren für zahlreiche Tierarten wie den Kiebitz, den Feldhasen oder die Feldmaus ein guter Lebensraum. Auch Ackerwildkräuter wie die Kornblume, das Sommer-Adonisröschen oder der Klatsch-Mohn wuchsen neben den angebauten Pflanzen am Ackerrand. Landwirtschaft im Wandel Um höhere Erträge zu erzielen, begann der Mensch vor einigen Jahrzehnten, die Landwirtschaft erneut zu verändern. Um die Flächen mit Maschinen besser bearbeiten zu können, entfernte er Hecken, legte Felder zusammen und baute Monokulturen an. Außerdem züchtete er ertragreiche, widerstandsfähige Pflanzen und Tiere, setzte Dünger ein und bekämpfte die Ackerwildkräuter mit Pflanzenschutzmitteln. Diese intensive Landwirtschaft bewirkte einen Rückgang der Biodiversität. Die Vielfalt von Nutzpflanzen und Nutztieren nahm ebenso ab wie die Artenvielfalt wilder Pflanzen und Tiere. Die Eingriffe des Menschen haben das Ökosystem aus dem ökologischen Gleichgewicht gebracht. Ökologische Zusammenhänge im Ökosystem Acker Gesunder Boden, sauberes Wasser, Artenvielfalt und ein stabiles Klima sind die Grundlage für gute Ernten – und somit für unsere Ernährung. Der Boden ist besonders wichtig: Er speichert Wasser, Mineralsalze und bietet Lebensraum für viele Organismen. Diese helfen, organisches Material zu zersetzen und den Boden fruchtbar zu machen. Insekten bestäuben viele Nutzpflanzen und sorgen so für Früchte und Samen. Andere Tiere, wie Vögel oder Marienkäfer, fressen Schadorganismen und schützen die Pflanzen. Eine ausreichende Wasserversorgung ist für Pflanzen und Tiere lebensnotwendig. Auch das Klima wirkt sich stark auf die Landwirtschaft aus. Temperatur, Niederschläge und Sonnenschein bestimmen, welche Pflanzen angebaut werden können. Extremes Wetter wie Dürre oder Starkregen kann Ernten zerstören. Durch Bewässerung, Düngung und Pflanzenschutzmittel greift der Mensch in die Stoffkreisläufe ein. Das kann zwar den Ertrag erhöhen, aber auch Probleme wie Bodenerosion, Wasserverschmutzung oder den Verlust der Artenvielfalt verursachen. Methode: Wie trage ich ein Kurzreferat vor? 242fw5 ➝ Arbeitsheft-Seite 44–47 B2 BKITEIZ v B3 AELFDHSE v Kurz erklärt sesshaft: dauerhaftes Wohnen von Menschen an einem Ort Nutzpflanzen: Pflanzen, die vom Menschen genutzt werden Biodiversität: die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Sie umfasst die Vielfalt der Ökosysteme, die Vielfalt der Arten und die genetische Vielfalt innerhalb der Arten. B1 ELMDHASTFER v 100 Der Acker – ein Ökosystem im Wandel Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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