einfach bio 4, Schulbuch

Kartoffelsalat, Kartoffelpüree, Kroketten, Pommes frites, Kartoffelchips – die Kartoffel ist eine der wichtigsten Nutzpflanzen für den Menschen. Kartoffeln und Zuckerrüben sind Hackfrüchte Die Kartoffel gehört wie die Tomate oder der Paprika zur Familie der Nachtschattengewächse. Sie ist wie die Zuckerrübe eine Hackfrucht, da der Boden rund um die Pflanze während des Wachstums mehrere Male gehackt werden muss. Dies macht man, um Unkräuter zu beseitigen und den Boden zu lockern. Die Zuckerrübe wurde auf einen hohen Zuckergehalt hin gezüchtet und ist das Ausgangsprodukt für Zucker in Österreich. Für 1 kg Zucker benötigt man etwa 7kg Rüben. Die Kartoffel wird vielseitig verwendet Die Kartoffel stammt ursprünglich aus Südamerika. Weltweit gibt es heute etwa 5000 Kartoffelsorten. Die Kartoffel enthält hauptsächlich Kohlenhydrate in Form von Stärke und Vitamin C. Sie wird aber nicht nur als Speisekartoffel, sondern auch als Futterkartoffel und als Industriekartoffel (Herstellung von Alkohol, Baustoffen, Klebstoffen) verwendet. Die Kartoffel bildet eine Sprossknolle Legt man im Frühjahr eine Kartoffel (Mutterknolle) in die Erde, wachsen aus den Vertiefungen der Schale, den „Augen“, Triebe. Diese Triebe bilden unterirdisch und oberirdisch Ausläufer. In den nächsten zwei bis neun Wochen bilden die oberirdischen Ausläufer Stängel, Blätter und Blüten. Die Pflanze wächst und bringt gefiederte Blätter sowie weiße, rosa oder violette Blüten hervor. Die unterirdischen Ausläufer verdicken sich an ihren Enden zu weiteren Knollen, den Kartoffeln. Die Kartoffel wird als Sprossknolle bezeichnet, weil sie ein verdickter Sprossabschnitt ist. In den Knollen speichert die Pflanze Reservestoffe. Nach zehn bis dreizehn Wochen wachsen aus den Blüten grüne Früchte, die aussehen wie kleine Tomaten (Beeren). Sie enthalten etwa 100 winzige Samenkörner und dienen der geschlechtlichen Fortpflanzung. Nach etwa vierzehn Wochen ist die Pflanze vertrocknet. Die Mutterknolle schrumpft, weil die Nährstoffe für den Austrieb der Pflanze verbraucht wurden. Die neuen Knollen unter der Erde sind inzwischen reif geworden und können geerntet werden. Man spricht von ungeschlechtlicher Fortpflanzung. Die Kartoffel ist giftig Alle oberirdischen Pflanzenteile der Kartoffel sind giftig. Sie enthalten ein Gift namens Solanin. Die einzigen Teile, die man essen kann, sind die unterirdischen Knollen. A1 Ordne die Beschreibungen den richtigen Bildern zu. Vertiefungen der Schale, in denen sich die Knospen befinden Unterirdisch verdickte Triebe, in denen die Pflanze Reservestoffe einlagert Giftige Beeren, die Samenkörner enthalten B1 Knollen B2 Früchte B3 Triebe, die aus den „Augen“ wachsen ➝ Arbeitsheft-Seite 49 112 Die Kartoffel – eine tolle Knolle Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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