Bei der Haltung von Haushühnern gibt es große Unterschiede. Artgerechte Haltung bedeutet, dass Hühner ihr natürliches Verhalten ausleben können. Ein Ei verrät, wie das Huhn gehalten wurde Seit 2004 ist jedes Ei in Österreich mit einem Code gekennzeichnet. Die erste Zahl gibt die Haltungsform an. Dabei steht die Zahl 0 für Biohaltung, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung. Außerdem sind der Ländercode und die Nummer des Betriebes aufgedruckt. Seit 2012 ist die Käfighaltung in Österreich verboten. Da jedoch die Haltungsform für importierte Eier, die aus Nicht-EU-Ländern kommen, nicht geregelt ist, werden in Österreich dennoch täglich rund 1,6 Millionen Käfigeier verbraucht. Bodenhaltung bedeutet Leben in einem Stall Im Inneren eines Stalls erkennt man keinen Unterschied zwischen Bodenhaltung und Freilandhaltung. Der Auslauf macht den Unterschied aus. In der Bodenhaltung können die Hühner ihre Bedürfnisse wie z. B. die Futtersuche im Freien nicht ausleben und haben viel weniger Licht. Eier aus Bodenhaltung sind billiger, da die Haltungsform einen geringeren Aufwand bedeutet und viel weniger Platz erfordert. In der Bodenhaltung sind hunderte Tiere zusammen in einem Stall oder einer Halle. Sie haben wenig Platz, denn etwa neun Hühner müssen sich einen Quadratmeter teilen. Sitzstangen und Nester für die Eiablage sind in mehreren Etagen angebracht. Wegen der großen Zahl der Tiere bringt die Hackordnung oftmals Kämpfe und Verletzungen mit sich. Meistens ist kein natürliches Licht vorhanden. Freilandhaltung und Biohaltung Für den Stall von Hennen in Freilandhaltung gelten die gleichen Vorschriften wie für die Bodenhaltung. Zusätzlich müssen die Tiere jeden Tag Zugang zu Auslauf ins Freie haben. Dieser Auslauf muss in Österreich zumindest acht Quadratmeter pro Henne betragen. Die Tiere können an der frischen Luft picken, scharren oder im Staub oder Sand baden. Durch diese natürlichen Verhaltensweisen werden die Tiere weniger leicht krank. Während der Nacht sind die Hühner im Stall. Das Leben eines „Bio-Huhns“ ist der Freilandhaltung sehr ähnlich. Allerdings leben in einem Bio-Betrieb maximal 3000 Tiere. Für Bio-Aufzucht gibt es eigene Richtlinien, wie z. B. Füttern mit Bio-Futter oder regelmäßige Kontrollen. Ein Bio-Huhn muss mit Futter, das zu 95 % aus biologischer Landwirtschaft kommt, gefüttert werden. Der Auslauf muss in der Regel zehn Quadratmeter pro Tier betragen. A1 Notiere die Haltungsformen auf den Linien unter B1 bis B3. Bei einem Bild gibt es zwei Antworten. B1 v B2 v B3 v A2 Arbeitet zu zweit: eine Person notiert einen Tag im Leben eines Huhns in Freilandhaltung, die andere Person notiert einen Tag im Leben eines Huhns in Bodenhaltung. Vergleicht eure Geschichten und erläutert die Situation für die Tiere. 130 Formen der Hü hnerhaltung Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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