einfach bio 4, Schulbuch

Geschlechtsorgane sind die Voraussetzung für die Fortpflanzung und die Zeugung eines Kindes. Man unterscheidet sichtbare äußere und nicht sichtbare innere Geschlechtsorgane. Auch wenn sie bei allen Menschen gleich aufgebaut sind, können sie unterschiedlich aussehen. Die äußeren Geschlechtsmerkmale Die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane nennt man zusammengefasst Vulva. Sie umfasst die Klitoris-Eichel, den Scheideneingang, die äußeren Vulvalippen und die darunter liegenden inneren Vulvalippen. Diese können hervorstehen oder verdeckt sein. Die Vulvalippen sind Hautfalten, in denen sich Fettgewebe, Schwellgewebe und Nerven befinden. Auf der Haut der äußeren Vulvalippen wächst Intimbehaarung. Die äußeren und die inneren Vulvalippen liegen eng aneinander, sodass man vom Scheideneingang nur einen schmalen Spalt und die Harnröhrenöffnung sehen kann. Der kleine sichtbare Teil der Klitoris, die Klitoris-Eichel, befindet sich am obersten Teil der Vulva. Das ist die Stelle, an der die inneren Vulvalippen zusammengewachsen sind. Der sichtbare Teil der Klitoris ist in etwa erbsengroß. Die tatsächliche Größe beträgt etwa zehn Zentimeter. Die Klitoris ist sehr empfindlich. Die inneren Geschlechtsorgane Zu den inneren Geschlechtsorganen zählen die Vagina (Scheide), die Gebärmutter (Uterus), die beiden Eileiter (Tuba Uterina) und die beiden Eierstöcke (Ovarien). Die Scheide ist ein rund 10 cm langer, dehnbarer Muskelschlauch. Die Beckenbodenmuskulatur umschließt den Scheideneingang. Am Ende der Vagina befindet sich der Muttermund. Das ist der Eingang zur Gebärmutter. Die Gebärmutter hat etwa die Form und die Größe einer Birne und liegt hinter der Harnblase. Tritt eine Schwangerschaft ein, so nimmt die Gebärmutter die befruchtete Eizelle auf. Weil sie ein muskulöses Hohlorgan ist, kann sie sich während einer Schwangerschaft vergrößern. Rechts und links davon setzen die Eileiter an. Sie sind 10–16 cm lang und 5–10 mm dick. Sie bestehen aus Muskelgewebe und verbinden die Eierstöcke und die Gebärmutter. Durch sie werden reife Eizellen transportiert. Auch die Befruchtung findet im Eileiter statt. Die Eierstöcke einer Frau haben etwa die Größe von kleinen Zwetschken. Sie enthalten Eibläschen (Follikel), in denen sich die Eizellen befinden. Ungefähr einmal pro Monat reift ein Follikel heran. Dieser produziert die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron. A1 B1 zeigt dir die äußeren Geschlechtsorgane einer Frau. Beschrifte mit den richtigen Ziffern. 5 3 2 1 4 B1 Weibliche äußere Geschlechtsorgane große Vulvalippen kleine Vulvalippen Klitoris-Eichel Scheideneingang 2 Eingang der Harnröhre A2 Das Hymen ist eine dünne Schleimhautfalte, das den VaginaEingang teilweise verdeckt. Es ist flexibel, bei vielen Mädchen nur wenig ausgeprägt und kann unterschiedliche Formen haben. Am Zustand dieser Hautfalte ist nicht feststellbar, ob man noch „Jungfrau“ ist. Recherchiere, ob alle jungen Frauen dieses Häutchen haben. Kreuze an: ja / nein Erörtere den Grund dafür, dass man nicht sagen kann, ob ein Mädchen noch „Jungfrau“ ist. Kurz erklärt Schwellgewebe: Gewebe, das sich mit Blut füllt und dadurch aufrichtet Progesteron (Gelbkörperhormon): Sexualhormon; ist z. B. an der Regelung von Schwangerschaftsvorgängen beteiligt 40 Die weiblichen Geschlechtsorgane Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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