Auch beim Mann unterscheidet man zwischen sichtbaren äußeren und nicht sichtbaren inneren Geschlechtsorganen. Die äußeren Geschlechtsorgane Der Penis geht von der Spitze (Eichel) in den Penisschaft und die im Körper liegende Peniswurzel über. Ist der Penis nicht erigiert, so ist die darüber liegende Haut sehr elastisch. Bei nicht beschnittenen Männern ragt diese Haut als Vorhaut bis über die Eichel (B2). Jungen, bei denen die Vorhaut zu eng ist, wird bei einer Beschneidung die Vorhaut oder ein Teil der Vorhaut entfernt. Das hat im Judentum und im Islam lange Tradition. Im Inneren des Penisschaftes befinden sich drei Schwellkörper, die verantwortlich für eine Erektion sind. Diese sind kleine Hohlräume, die sich durch eine große Arterie schnell mit Blut füllen können. Sind die Schwellkörper gefüllt, drücken sie die Venen in der Haut ab, sodass der Rückfluss des Blutes erschwert wird. Nun ist der Penis größer und dicker und kann beim Geschlechtsverkehr in die Scheide eindringen. Die Eichel enthält viele Nervenzellen und ist daher sehr empfindlich. An der Unterseite der Eichel befindet sich ein kleines Hautbändchen. Es verhindert, dass die Vorhaut beim Geschlechtsverkehr zu weit nach hinten geschoben wird. Der Hodensack ist eine Hauttasche, in der die Hoden und Nebenhoden frei beweglich am Samenleiter hängen. Die Temperatur liegt etwa 2 °C unter der Körpertemperatur – ideal für die Produktion der Samenzellen. Die inneren Geschlechtsorgane In den männlichen Keimdrüsen (Hoden) werden das Hormon Testosteron und Samenzellen produziert. Von dort wandern sie in die Nebenhoden. Diese liegen oberhalb und seitlich der Hoden. Hier reifen die Samenzellen heran und werden gelagert, bis sie beim Samenerguss (Ejakulation) abgegeben werden. Beim Samenerguss gelangen die Spermien durch den rund 50 bis 60 cm langen Samenleiter von den Nebenhoden in die Prostata (Vorsteherdrüse). Die Vorsteherdrüse umschließt die Harnröhre wie ein Ring. Sie stellt Bestandteile der Samenflüssigkeit her, welche die Samenzellen beim Samenerguss beweglich machen. Die Samenflüssigkeit (Sperma) setzt sich aus den Samenzellen und den Flüssigkeiten aus Bläschendrüsen und Vorsteherdrüse zusammen. Die Flüssigkeit aus der Bläschendrüse enthält Fruchtzucker. Damit werden die Samenzellen mit Energie versorgt. So bleiben sie am Leben und beweglich. Bereits vor dem Samenerguss tritt aus der Eichel oft eine klare Flüssigkeit, der Lusttropfen, aus. Darin können sich bereits Samenzellen befinden. A1 Unterstreiche die männlichen Geschlechtsorgane. Markiere die äußeren Geschlechtsorgane in B1. Hoden ■ Harnblase ■ Eichel Prostata ■ Bläschendrüse Eileiter ■ Nebenhoden Penisschaft ■ Hodensack B1 Männliche Geschlechtsorgane A2 Betrachte B2. Kreuze richtig an und ergänze die fehlenden Selbstlaute. B2 Unbeschnittener und beschnittener Penis Bei der Beschneidung wird ein Teil des Hodensacks / die Vorhaut entfernt. Dieser Eingriff kann R L G ÖS oder G S NDH TL CH Gründe haben. Kurz erklärt erigiert: steif, aufgerichtet 42 Die männlichen Geschlechtsorgane Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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