einfach bio 4, Schulbuch

Unter Befruchtung versteht man den Moment, in dem die Samenzelle die Eihülle durchdringt, in die Eizelle eindringt und mit ihr verschmilzt. Das geschieht meistens im Eileiter. Die Eizelle und die Samenzelle haben alle Erbinformationen gespeichert, die für die Entstehung eines neuen Menschen nötig sind. Das Eindringen der ersten Samenzelle löst eine Reaktion aus, die das Eindringen weiterer Samenzellen durch die äußere Eihülle verhindert. Die Flimmerhärchen des Eileiters bewegen die befruchtete Eizelle in Richtung Gebärmutter. Schon finden die ersten Zellteilungen statt. Man spricht von einem aus rund 100 Zellen bestehenden Blasenkeim. Das Wachsen in der Gebärmutter In der Gebärmutter angekommen, verbindet sich die Hülle des Blasenkeims mit der Gebärmutterschleimhaut. Die Einnistung der befruchteten Eizelle erfolgt 6 –10 Tage nach der Befruchtung. An der Verbindungsstelle bildet sich der Mutterkuchen (Plazenta). Dieser wird den Embryo durch die Nabelschnur mit allen lebenswichtigen Stoffen (Sauerstoff, Nährstoffen) versorgen. Die Plazenta dient als Filter, indem sie schädliche Viren und Bakterien abhält. Alkohol und Nikotin können dennoch in den Blutkreislauf des Babys gelangen. Aus dem inneren Teil des Bläschenkeims entwickelt sich der Embryo. Die dünne und schützende Haut, die sich darum bildet, ist die Fruchtblase. Sie ist mit Fruchtwasser gefüllt. Mit etwa sechs Wochen hat der Embryo eine Größe von rund vier Millimeter erreicht und die Gliederung des Körpers sowie erste Organanlagen sind erkennbar. Nach der neunten Schwangerschaftswoche spricht man vom Fetus. Alle inneren Organe sind angelegt, aber noch nicht fertig entwickelt. Der Fetus schwimmt geschützt im Fruchtwasser der Fruchtblase. Zwischen der 13. und der 27. Woche der Schwangerschaft entwickeln sich das Nervensystem und das Gehirn weiter, innere Organe reifen heran, die Entwicklung der Sinnesorgane schreitet voran und der Fetus wächst deutlich. Ab der 20. Woche spürt die Mutter Bewegungen des Fetus. Im letzten Drittel der Schwangerschaft ist das Baby praktisch fertig entwickelt. Es wächst bis zur Geburt und legt an Körpergewicht zu. Das letzte Organ, das fertig entwickelt ist, ist die Lunge. Durch den Mutterkuchen nimmt das Baby Antikörper aus dem Blutkreislauf der Mutter auf. Nach etwa 40 Schwangerschaftswochen ist das Baby für die Geburt bereit. Während der Schwangerschaft, der Geburt und nach der Geburt können sich schwangere Frauen bzw. junge Mütter von Hebammen beraten und betreuen lassen. A1 Beschreibe die Vorgänge (B1, B2). B1 Eizelle Mensch (0,11 – 0,14 mm), Spermium (0,06 mm) B2 Zellteilung Schwangerschaftswoche Größe des Embryos/Fetus (Scheitel-Steiß) 5. 1 – 2 mm 10. 2,8 – 3,1 cm 15. 9,3 – 10,3 cm 20. 16 cm 30. 26,5 – 27 cm 40. 35 cm B3 Größenangaben Embryo/Fetus B4 Hebammen (Geburtshelferinnen und -helfer) betreuen und beraten Frauen vor, während und nach der Geburt. Kurz erklärt Embryo: ungeborenes Leben in den ersten neun Schwangerschaftswochen 46 Schwangerschaft beginnt mit der Befruchtung Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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