A3 Führe ein Interview mit deiner Mutter zu deiner eigenen Geburt. Formuliere Fragen, die dich interessieren, und notiere die wesentlichen Informationen. Vergleicht diese dann in der Klasse. B2 Mutter mit Baby Gegen Ende der Schwangerschaft kommt es zu Vorwehen. Wehen sind das Zusammenziehen (Kontraktionen) der Muskeln der Gebärmutter. Dadurch wird das Baby in die richtige Lage im Becken gebracht. Weiters machen diese Wehen den Hals der Gebärmutter weicher. Während der Schwangerschaft ist der Muttermund durch einen Schleimpfropfen dicht verschlossen, damit keine Krankheitserreger eindringen. Dieser geht als farbloser, zäher Schleim manchmal mit einer leichten Blutung ab. Die Geburt läuft in mehreren Phasen ab Die Eröffnungsphase erkennt man an regelmäßigen Wehen. Diese bewirken, dass sich der Muttermund bis zu einer Weite von 10 cm öffnet. Sie werden durch das im Gehirn gebildete Hormon Oxytocin gesteuert. Meistens dauert die Eröffnungsphase zwischen zehn und zwölf Stunden. Im Laufe der Geburt werden die Wehen immer stärker und dauern länger an. In dieser Phase platzt meistens die Fruchtblase. Das farblose Fruchtwasser fließt ab (Blasensprung). Wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist, beginnt die Austreibungsphase. Das Baby rutscht in den Geburtskanal und das Hormon Oxytocin verstärkt die Austreibungswehen. Befindet sich das Kind im Beckeneingang, so dreht sich der Kopf des Babys und gelangt tiefer in den Geburtskanal. Die letzten Wehen sind Presswehen, bei denen die Mutter durch Pressen mithelfen kann. Etwa zehn bis zwanzig Minuten nach der Geburt beginnt die Nachgeburtsphase. Nochmals hat die Frau leichte Wehen. Der Mutterkuchen (die Plazenta) löst sich ab und wird gemeinsam mit dem Rest der Nabelschnur ausgestoßen (Nachgeburt). Ein Baby ist bei der Geburt zwischen 48 und 56 cm groß, es hat eine Masse von 2800 bis 4200 g und einen Kopfdurchmesser zwischen 9,5 und 10,5 cm. Das Baby ist geboren Die Entwicklung eines Neugeborenen läuft extrem rasch ab. Innerhalb eines halben Jahres verdoppelt sich das Geburtsgewicht, innerhalb eines Jahres verdreifacht es sich sogar. Die Knochen eines Neugeborenen sind relativ weich und bestehen vorwiegend aus Knorpel. Die Knochenspalten (Fontanellen) beim Schädel des Babys sind noch nicht ganz zusammengewachsen. So gelangt das Baby leichter durch den Geburtskanal der Mutter und das wachsende Gehirn hat mehr Platz. Zahlreiche Bewegungen des Neugeborenen sind noch Reflexe, erst später kann es seine Körperteile gezielt steuern. Diese Reflexe sind z. B. der Suchreflex, der Saug- und Schluckreflex, der Greifreflex und der Schreitreflex. A2 Recherchiere die verschiedenen Reflexe eines Neugeborenen im Internet. Gib auch die Quelle und das Datum des Zugriffs an. A1 Erläutere aus biologischer Sicht, dass viele Knochen eines Neugeborenen noch weich sind oder aus Knorpel bestehen. B1 Neugeborenes Baby 50 Die Geburt Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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