einfach bio 4, Schulbuch

Die Gattung der Menschen zählt mit den Gattungen Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans zur Familie der Menschenaffen. Diese wiederum zählen zur Ordnung der Primaten. Alle Menschenaffen haben im Laufe von Millionen Jahren durch Selektion (Auslese) und genetische Veränderung unterschiedliche Merkmale entwickelt. Ein Vergleich des Menschen mit anderen Menschenaffen (Hominiden) beweist die enge stammesgeschichtliche Verwandtschaft. Skelett und Gang im Vergleich Bei Lebewesen hängt die Form von Merkmalen mit ihrer Funktion zusammen. Zwei Merkmale des Menschen sind z.B. der Körperschwerpunkt in Beckennähe und die doppelt gekrümmte Wirbelsäule. Diese Besonderheiten ermöglichen den aufrechten Gang. Die Wirbelsäule der Menschenaffen ist einfach gekrümmt (B2). Das Becken der Menschenaffen ist schaufelförmig, das Becken des Menschen hingegen stark verbreitert und verkürzt (B3). Vergleicht man das Längenverhältnis der Gliedmaßen, so sind bei Menschenaffen die Arme länger als die Beine. Beim Menschen ist das umgekehrt. Hände und Füße im Vergleich Alle Menschenaffen besitzen Hände mit fünf Fingern und Füße mit fünf Zehen sowie Nägel statt Krallen. Sie haben opponierbare Daumen, die den Zeigefingern gegenübergestellt sind. Damit können sie Gegenstände gut greifen und bewegen (Pinzettengriff). Menschen haben einen Standfuß. Er ist an das Gehen angepasst. Die Zehen sind nicht abspreizbar (B4). Andere Menschenaffen besitzen einen Greiffuß mit opponierbarer großer Zehe. Schädel, Augen und Gebiss im Vergleich Der Gesichtsschädel des Schimpansen ist nach vorne gezogen, relativ groß und ohne Kinn mit deutlichen Augenwülsten. Beim Menschen ist der Gesichtsschädel mit Kinn kleiner als der Gehirnschädel mit einer steilen Stirn (B5). Sowohl das Gehirnvolumen als auch die Oberfläche des Gehirns der Schimpansen sind kleiner als beim Menschen (B6). Das Hinterhauptsloch (B5) beim Menschen ist an der Schädelunterseite, sodass der Kopf aufrecht gehalten wird. Bei Menschen und Schimpansen liegen die Augen dicht beisammen. Die Gesichtsfelder beider Augen überschneiden sich. Das ist die Voraussetzung für räumliches Sehen. Das Gebiss ist unterschiedlich (B1). Schimpansen haben einen langen, beinahe rechteckigen Kiefer mit Platz für die großen Eckzähne, der „Affenlücke“. Der Kiefer des Menschen ist bogenförmig mit geschlossener Zahnreihe. ➝ Arbeitsheft-Seite 3 A1 B1 zeigt den Kiefer eines Menschen (M) und eines Schimpansen (S). Ergänze die Textlü cken richtig und kreuze an. Eckzahn Affenlücke Unterkiefer M S B1 Die Form des Kiefers beim Schimpansen ist , die Kieferform des Menschen ist hingegen . Erläutere den unterschiedlichen Aufbau des Gebisses in Zusammenhang mit der Ernährung. Kurz erklärt opponierbar: die Fähigkeit, den Daumen oder die große Zehe den anderen Fingern oder Zehen gegenüberzustellen Gesichtsfeld: bei Fixierung eines Gegenstands der gleichzeitig noch überschaubare Raum Affenlücke: Lücke im Ober- oder Unterkiefer, die den Eckzahn des gegenüberliegenden Kiefers aufnimmt Arbeitsblatt u7i9cj 6 Was den Menschen von anderen Menschenaffen unterscheidet Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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