einfach bio 4, Schulbuch

A3 Lies den Text aufmerksam durch. Bearbeite anschließend die Arbeitsaufträge. Weitere sexuell übertragbare Krankheiten genauer betrachtet Abgesehen von HI-Viren, Tripper, Syphilis und Chlamydien gibt es noch einige weitere Krankheiten, die durch Geschlechtsverkehr ohne die Verwendung eines Kondoms übertragen werden können. Eine durch Viren ausgelöste Krankheit ist der Genitalherpes. Bemerkbar macht sich die Krankheit durch kleine Bläschen und Hautläsionen (Verletzungen) im Bereich der Genitalien (= Geschlechtsorgane), des Afters oder des Mundes. Heilung gibt es bei dieser Erkrankung keine. Ist das Immunsystem gerade stark, so wird das Auftreten der Symptome unterdrückt. Bei schwachem Immunsystem (z. B. in stressigen Lebensphasen) kehren die Symptome immer wieder zurück. Es gibt dagegen sowohl Tabletten als auch Cremen. Sie können die Beschwerden nur lindern, aber nicht beseitigen. HPV steht als Abkürzung für Humane Papillomviren. Es gibt viele verschiedene HP-Virustypen. Die Infektion mit HPV gehört in Europa und auch weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Eine Infektion verläuft zumeist ohne äußere Anzeichen oder Beschwerden. Die Viren werden nicht nur durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma oder Scheidenflüssigkeit, sondern auch über Haut- und Schleimhautkontakt, also den unmittelbaren Kontakt mit infizierten Haut- und Schleimhautbereichen übertragen. Einige HPV-Typen können einige Wochen nach der Ansteckung Genitalwarzen (auch Feigwarzen genannt) auslösen. Genitalwarzen sind die häufigste Erkrankung im äußeren Bereich der Geschlechtsorgane. Bei einigen Menschen können sich über viele Jahre bestimmte Krebsvorstufen oder Krebsarten entwickeln. In Österreich gibt es zwischen dem 9. und dem 20. Lebensjahr eine kostenlose Impfung. Obwohl sie durch Geschlechtsverkehr übertragen werden kann, zählt eine Pilzinfektion der Vagina oder des Penis nicht zu den Geschlechtskrankheiten. Zum Ausbruch von Scheidenpilz kommt es, wenn das biologische Gleichgewicht der Scheidenflora gestört wird. Meistens überträgt dann die Frau den Pilz auf den Mann. Der häufigste Übertragungsweg ist Geschlechtsverkehr. Eine Übertragung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass es auch zu einer Infektion kommt. Symptome beim Mann sind Jucken an der Penisspitze, eine wunde und entzündete Penisspitze, geschwollene Vorhaut und Jucken oder Brennen beim Urinieren oder beim Geschlechtsverkehr. Bei der Frau können Vagina und Vulva jucken oder brennen, möglicherweise besonders stark beim Geschlechtsverkehr. Der Genitalbereich kann gerötet oder angeschwollen sein. Frauen können einen weißen Ausfluss haben, der oft dick und krümelig ist. Pilzinfektionen werden normalerweise mit Salben auf dem betroffenen Bereich behandelt. B7 Fieberblasen sind eine Form von Herpes. Erläutere den Grund dafür, dass eine Pilzinfektion nicht als eine typische Geschlechtskrankheit gesehen werden kann. Erläutere die Sinnhaftigkeit, sich gegen HPV bereits im Kindesalter impfen zu lassen. Notiere die Bedingungen, unter denen Genitalherpes immer wieder auftritt. B8 Gegen HPV gibt es eine kostenlose Impfung. 63 Sexualität Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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