Wetter und Klima prägen das Leben auf der Erde und beeinflussen sowohl den Alltag der Menschen als auch die Umwelt. Es ist wichtig, diese beiden Begriffe zu unterscheiden. Wetter Das Wetter beschreibt kurzzeitige Zustände der Atmosphäre an einem bestimmten Ort. Diese können sich von Tag zu Tag oder sogar von Stunde zu Stunde verändern. So ist es z.B. heute regnerisch und morgen sonnig. Die Atmosphäre ist die gasförmige Hülle, die den Planeten umgibt. Die unterste Schicht, in der das Wettergeschehen stattfindet, nennt man Troposphäre (B1). Sie ist zirka zehn Kilometer dick. Mithilfe von Wetterelementen kann man das Wetter beschreiben und vorhersagen. Sonnenstrahlung, Bewölkung und Niederschlag kann man beobachten und messen. Luftfeuchtigkeit, Wind, Luftdruck und Temperatur kann man mit Messgeräten messen (z.B. Thermometer für Temperatur, Barometer für Druck oder Hygrometer für Luftfeuchtigkeit). Klima und Klimazonen Werden Wetteraufzeichnungen über einen längeren Zeitraum (min. 30 Jahre oder mehr) gemacht, so erhält man Klimadaten. Das Klima ist das „durchschnittliche Wetter“ in einer Region. So ist z.B. das Klima in der Sahara heiß und trocken. Die Wetterelemente werden seit etwa 200 Jahren aufgezeichnet. Schriftliche Berichte, das Pflanzenwachstum, archäologische Funde, Bodenproben und Gletschereis ermöglichen Rückschlüsse auf das Klima vergangener Jahrhunderte. Das Klima wird von verschiedenen Komponenten beeinflusst, z.B. von der Sonneneinstrahlung sowie vom Anteil an Wasser- und Landflächen, Eismassen und Vegetation. Unsere Erde wird in verschiedene Klimazonen eingeteilt. Dies sind Gebiete, die grob ein ähnliches Klima aufweisen (B2). Klimaveränderung Verändern sich die Wetterbedingungen langfristig in einem Gebiet, so spricht man von einer Klimaveränderung. Das Klima hat sich im Laufe der Erdgeschichte ständig verändert. Das ist nicht ungewöhnlich, Temperatursschwankungen gab es immer wieder. Aber die rasche Erderwärmung der letzten hundert Jahre hat keine natürliche Ursache – dieser Klimawandel ist vom Menschen gemacht. Jedes Lebewesen benötigt bestimmte Klimabedingungen. Durch die Erderwärmung verschieben sich die Klimazonen in Richtung der Pole. Manche Tier- und Pflanzenarten sind sehr anpassungsfähig, andere müssen ihren gewohnten Lebensraum verlassen oder sterben im schlimmsten Fall sogar aus. B1 In der Troposphäre findet das Wettergeschehen statt. A1 Male die Kästchen entsprechend der Klimazone an. B2 Klimazonen der Erde Gemäßigte Zone: vier Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst und Winter), wir leben hier Polare und Subpolare Zone (kalte Zone): sehr kalt, es schneit viel, teilweise keine Vegetation Tropen: sehr heiß und feucht, Regenwälder, beiderseits des Äquators Subtropische Zone: warme Sommer, kühle Winter, abwechselnde Regen- und Trockenzeiten Kurz erklärt Vegetation: Gesamtheit aller Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften, die in einem bestimmten Gebiet wachsen können Klimawandel: deutliche Veränderung des Klimas auf der Erde über längere Zeit (mindestens 30 Jahre) äußere Atmosphäre 78 Wetter ist nicht gleich Klima Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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