einfach bio 4, Schulbuch

Vor etwa sieben Millionen Jahren begann die Entwicklung des Menschen auf der Erde. Es gibt verschiedene Theorien, wie die ersten Menschen entstanden sind. Es steht jedenfalls fest, dass die ersten Menschen in Afrika lebten und gemeinsame Vorfahren mit den Schimpansen hatten. Diese letzten gemeinsamen Vorfahren von Schimpansen und Menschen entwickelten sich unterschiedlich weiter. Der Mensch entwickelte sich zu den Homiden, zu denen verschiedene Arten der Frühmenschen, wie auch der moderne Mensch (Homo sapiens) zählen. Die Homiden mussten sich immer wieder an veränderte Umwelteinflüsse anpassen. Diese Entwicklung dauert heute noch an. Zahlreiche Funde von Vorfahren in Afrika Der derzeit älteste Fund (Stand 2020) eines Frühmenschen ist sechs bis sieben Millionen Jahre alt. Paläontologinnen und Paläontologen fanden im Tschad (Zentralafrika) ein Schädelskelett, zwei Teile von Unterkiefern sowie drei Zähne. Diesen Frühmenschen nannte man Sahelanthropus tchadensis (alter Mann aus dem Tschad). Untersuchungen ergaben, dass er vermutlich bereits kurz nach der Trennung der Entwicklungslinien von Affen und Frühmenschen lebte. Die Lage der Augenhöhlen (Blick nach vorne gerichtet) und auch die Lage des Hinterhauptsloches (unten) lassen vermuten, dass der „Mann aus dem Tschad“ bereits aufrecht gehen konnte. Lucy war ein Australopithecus Vor circa 4 bis 2 Millionen Jahren lebten mehrere Australopithecus-Arten auf der Erde. Der Begriff Australopithecus bedeutet „Südaffe am See“. Man unterscheidet zwischen Australopithecus afarensis und Australopithecus africanus. Der Schädel des Australopithecus afarensis erinnert optisch sehr stark an einen Menschenaffen. Fossilien dieser Arten wurden besonders in Süd- und Ostafrika gefunden. Der außergewöhnlichste Fund war das vollständige Skelett einer Frau, die den Namen Lucy (B1) bekam. Anhand dieses Skeletts konnte festgestellt werden, dass schon die AustralopithecusArten einen aufrechten Gang hatten. Typisch für den Australopithecus waren die Körpergröße von einem Meter, das Hangeln von Baum zu Baum, die vorwiegend pflanzliche Ernährung und das Gehirnvolumen von rund 500 cm3. Neue Funde von Fossilien und immer bessere Untersuchungsmethoden erweitern ständig das Verständnis der Evolution des Menschen. A1 B1 zeigt dir den Knochenfund von „Lucy“. Kreuze Knochen an, die aufgrund ihrer Lage eindeutig erkennbar sind. B1 Lucy Unterkiefer Oberarmknochen Schienbein Wadenbein Oberschenkelknochen Hü ftknochen Rippen Fingerknochen Brustbein Zehenknochen andere: A2 Veränderungen passieren in der Entwicklungsgeschichte meist nur zufällig. Solche, die Vorteile mit sich bringen, setzen sich langfristig oft durch. Erörtere Beispiele für solche Veränderungen beim Menschen. 8 Vorfahren des heutigen Menschen Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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