einfach bio 4, Schulbuch

Der Anstieg von CO2 und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre treibt die Erderwärmung rasch voran. Der vom Menschen verursachte Klimawandel zeigt bereits Auswirkungen. Dazu zählen zahlreiche Umweltkatastrophen der letzten Jahre oder die Tatsache, dass die Temperatur auf der Erde in den letzten Jahrzehnten steil nach oben ging. Auswirkungen des Klimawandels In den Polarregionen sind die Folgen am deutlichsten zu bemerken. Der Permafrostboden unter den Eismassen am Südpol und in Grönland schmilzt. Das Schmelzwasser fließt ins Meer und lässt den Meeresspiegel steigen. Der Nordpol, der komplett aus Eis besteht und wie ein großer Eisberg im Wasser schwimmt, könnte in wenigen Jahren verschwunden sein. In den Bergen sieht man, dass die Gletscher immer mehr abschmelzen. Da das Eis der Gletscher die Hänge nicht mehr stützen kann, häufen sich Fels- und Bergstürze sowie Muren. Gletscher sind als Süßwasserspeicher sehr wichtig, ohne sie führen Flüsse nicht mehr genug Wasser. Es droht Wassermangel. Da der Meeresspiegel steigt, könnten viele Küstengebiete überflutet werden. Zudem dringt dadurch Meerwasser ins Grundwasser (Süßwasser) ein und versalzt es, wodurch es für die Landwirtschaft unbrauchbar wird. Es besteht ein höheres Risiko für Umweltkatastrophen wie Hitzewellen, Dürren, Waldbrände, Stürme, Starkregen und Überschwemmungen. Wird es in bestimmten Gegenden zu heiß und Nahrung kann nicht mehr angebaut werden, so entstehen unbewohnbare Wüsten. Die Folge wäre, dass immer mehr Menschen aus ihrer Heimat fliehen müssen. Mit dem Klimawandel (ver-)schwinden auch die Lebensräume für viele Tierarten wie z.B. dem Alpenschneehuhn in den Alpen oder dem Eisbären in der Arktis. Auf die neuen Lebensbedingungen können sie nicht schnell genug reagieren. Wir können etwas tun Im Pariser Klimaabkommen haben sich die Staaten der Erde verpflichtet, den Temperaturanstieg auf nicht mehr als 1,5 Grad Celsius zu begrenzen und den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren. Neue Technologien (z.B. Stromerzeugung mit Windkraft- und Solaranlagen, Elektro- und Wasserstoffautos, usw.) können dabei helfen. Der Klimawandel ist längst da, ganz verhindern können wir ihn nicht mehr. Wie stark er sich weiterentwickeln wird, können wir jedoch sehr wohl durch unser Verhalten und unseren Lebensstil beeinflussen. Je früher wir handeln, desto besser. ➝ Arbeitsheft-Seiten 34–35 V1 Warum erhöhen schmelzende Eisberge den Meeresspiegel nicht? Vermutung: Du brauchst: Eiswürfel, Wasser, zwei Kunststoffflaschen, einen Stift, eine Schere So geht’s: Schneide eine Flasche auseinander und benutze den unteren Teil – du erhältst einen Becher, der das Meer am Südpol zeigt. Fülle den Becher bis zur Hälfte mit Wasser und markiere den Wasserstand. Gib den oberen Teil der Flasche verkehrt herum auf den unteren Teil. Dieser steht für den Permafrostboden unter dem Eis am Südpol. Fülle den Trichter mit Eiswürfeln (B1). Notiere deine Beobachtung. Schneide die zweite Flasche auseinander. Verwende den Unterteil als Becher, dieser symbolisiert den Nordpol. Fülle ihn bis zur Hälfte mit Wasser und Eiswürfeln. Markiere den Wasserstand (B2) und beobachte, was passiert. Überprüfe deine Vermutung und erkläre das Ergebnis. B2 B1 Fakt oder Fake: Klimawandel u78e35 84 Auswirkungen des Klimawandels Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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