Es gibt Wohnungen und Häuser, in denen viele kleine, heimliche „Untermieter“ gute Lebensbedingungen vorfinden. Einige von ihnen können Schaden anrichten, andere sind völlig harmlos. Manche sind sogar sehr nützlich und werden zu Unrecht verfolgt. Lebensmittel und Kleidung in Gefahr Die schwarzbraune Küchenschabe oder Kakerlake ist nachtaktiv. Untertags versteckt sich das lichtscheue Tier in dunklen, warmen und feuchten Nischen. Küchenschaben fressen am liebsten feuchte Lebensmittel. Sie übertragen Krankheitserreger und verunreinigen Lebensmittel. Die Larven des Mehlkäfers leben in Lagerräumen und Küchen und fressen dort hartes Gebäck (z. B. trockenes Brot, Kekse, Teigwaren). Die Raupen der Dörrobstmotte (einem Schmetterling) verschlingen Dörrobst, Nüsse und Teigwaren. Die Raupen der Kleidermotte ernähren sich von Textilien aus tierischen Fasern (Wolle), Fell, Federn, Leder und Polstermöbeln. Hausstaubmilben und deren Larven leben in Polstermöbeln, Matratzen, Bettzeug und Stofftieren. Sie nutzen Hautschuppen als Nahrung. Ihr Kot kann Allergien auslösen (Seite 22). Fliegen wie die Stubenfliege legen ihre Eier auf Fleisch, Kot, Blut und Abfällen ab. Wenn sie sich auf Lebensmittel setzen, können sie Krankheitserreger übertragen. Schon wenige Stunden nach der Eiablage schlüpfen kleine weiße Maden, die sofort zu fressen beginnen. Kleine Blutsauger Die Kopflaus klammert sich an Haaren an und klebt ihre Nissen daran fest. Sie ernährt sich von Blut. Der Katzenfloh saugt ebenfalls Blut. Er bevorzugt Hunde und Katzen, befällt aber auch manchmal den Menschen. Bettwanzen saugen nachts Blut, untertags leben sie in Bettdecken und Polstern. Nützliche Mitbewohner Die flinken, lichtscheuen Silberfischchen mögen es feucht und leben in Spalten von Bädern und WCs. Das silbrige, flügellose Insekt ist nicht nur harmlos, sondern sogar nützlich, da es neben Haaren und Hautschuppen die Hausstaubmilben und für den Menschen giftige Schimmelpilze frisst. Auch viele Spinnenarten bewohnen unsere Heime. Sie erbeuten unerwünschte Insekten (z.B. Stubenfliegen) in ihren Netzen und sind daher sehr nützlich. Zitterspinnen haben bis zu 5 cm lange Beine. Berührt jemand ihr Netz, zittern sie um den Feind zu verwirren. Die Große Winkelspinne (oft Hausspinne genannt) baut hinter Möbeln ein Trichternetz mit einer Wohnröhre, an deren Ende sie auf Beute wartet. A1 Berichte von Tieren, denen du bei dir zu Hause schon begegnet bist. ➝ Arbeitsheft-Seite 42 A2 Vervollständige die Namen der in B1 bis B4 abgebildeten Tiere. B1 Große I KE S NN (14–20 mm) B2 P L S (3 mm) B3 Große IT E SP N E (6–20 mm) B4 ÖR S M T (4–10 mm) Kurz erklärt Dörrobst: durch Trocknen haltbar gemachtes Obst Maden: wurmähnliche Insektenlarven Nissen: Eier der Kopflaus 94 Ungebetene Gäste im Haushalt Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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