einfach bio 4, Schulbuch

A2 In englischsprachigen Ländern ist in Zusammenhang mit Müll oft von den drei „R“ die Rede: Reduce – Reuse – Recycle. Erkläre die Begriffe (wenn nötig mithilfe des Internets) und gib zu jedem Begriff ein konkretes Beispiel an. Statistisch gesehen produziert jede Person in Österreich etwa 500 kg Müll pro Jahr. Um mit den gewaltigen Abfallmengen zurechtzukommen, hat der Mensch den Umgang mit Müll organisiert. Müllvermeidung In der Abfallwirtschaft steht die Müllvermeidung an erster Stelle. Dadurch wird unser Grundwasser geschont, Energie und Rohstoffe eingespart und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. So kann man z.B. nicht mehr gebrauchte Gegenstände weitergeben oder Getränke in Mehrweg- statt in Einwegflaschen kaufen. Österreich hat seit 2025 ein neues Pfandsystem für Einweg-Getränkeverpackungen, das hilft, weniger Müll zu produzieren. Ein großer Teil des Abfalls in Österreich gelangt zur Wiederverwertung (Recycling). Die Voraussetzung für eine erneute Nutzung ist Mülltrennung. In Österreich werden z. B. Glas, Altpapier und Bioabfälle gesammelt. Problemstoffe und Elektrogeräte müssen extra entsorgt werden, da sie die Umwelt schädigen können. Seit 2025 werden alle Leichtverpackungen aus Kunststoff und Metall gemeinsam im Gelben Sack oder der Gelben Tonne gesammelt. Der Großteil des nicht recycelbaren Mülls wird in Müllverbrennungsanlagen zur Energiegewinnung verbrannt, ein Teil wird auf Mülldeponien gelagert. Lebensmittelverschwendung Ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel landet im Müll. In Österreich wandern pro Person durchschnittlich 60 Kilogramm Lebensmittel im Wert von mehreren hundert Euro in die Mülltonne, obwohl sie eigentlich noch genießbar wären. Damit werden auch Energie und Ressourcen zu Abfall. Lebensmittelverschwendung passiert entlang der gesamten „Reise“ eines Lebensmittels – von der Ernte bis zum Teller: In der Landwirtschaft kommt es durch Wetter oder Schadinsekten zu Ernteverlusten. Manche Früchte oder Gemüse werden weggeworfen, weil sie nicht „schön“ genug sind. Oft wird auch zu viel produziert. In der Lebensmittelproduktion entstehen Verluste durch falsche Verpackung oder Lagerfehler. In den Supermärkten verderben Waren, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft, Verpackungen beschädigt sind oder Regale überfüllt werden. In Restaurants führen zu große Portionen, Buffets oder falsch kalkulierte Mengen dazu, dass Essen im Müll landet. Etwa die Hälfte der vermeidbaren Lebensmittelabfälle entsteht aber zu Hause, weil Menschen das Mindesthaltbarkeitsdatum falsch verstehen, zu viel einkaufen oder Reste nicht verwerten. A1 Mit der App „Too Good To Go: Essen retten“ kann man gutes Essen vor der Verschwendung bewahren: Sie vermittelt Kunden Supermärkte, Bäckereien, Restaurants, Cafés und Hotels, die kurz vor der Schließung unverkaufte Lebensmittel zu einem vergünstigten Preis anbieten. Lade dir die App auf dein Handy und erkundige dich nach Betrieben in deiner Nähe. ➝ Arbeitsheft-Seite 43 B1 Viele Lebensmittel landen im Müll. B2 Reduce – Reuse – Recycle Kurz erklärt Problemstoffe: Chemikalien, Farben, Lacke, Medikamente, Batterien, Akkus, usw. Ressourcen: Mittel, die benötigt werden, um ein Lebensmittel herzustellen (z. B. Arbeit, Rohstoffe, Pflanzenschutz- und Düngemittel, Energie) 96 Müll und Lebensmittelverschwendung Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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