einfach bio 4, Arbeitsheft aktiv

Gentechnik in der Tierzucht A1 Lies den Zeitungsartikel und finde eine passende Überschrift. A2 Diskutiert die Gefahren, die gentechnisch veränderte Tiere mit sich bringen können. Erörtert auch die möglichen Vorteile und legt eine Übersicht an. ➝ Schulbuch-Seiten 72 – 75 Washington (USA) – In Österreich ist die Zucht von gentechnisch veränderten Tieren verboten. In den USA und Kanada darf gentechnisch veränderter Fisch aber schon seit 2015 auf den Teller. Mittlerweile sind auch gentechnisch veränderte Schweine und Rinder für die Lebensmittelherstellung zugelassen. In den USA wurde ein Lachs durch Eingriffe in sein Erbgut so verändert, dass er schneller wächst als Atlantische Lachse und auch mit weniger Futter auskommt. Der veränderte Lachs, auch „Turbo-Lachs“ genannt, trägt genetisches Material von zwei anderen Fischen in seinem Erbgut. So besitzt er ein Gen zur Produktion eines Wachstumshormons vom Königslachs sowie ein Gen vom Schellfisch. Diese sorgen dafür, dass genug Hormone produziert werden, um unabhängig von den Jahreszeiten doppelt so rasch zu wachsen wie wild lebende Lachse. Der Fisch war das erste genetisch veränderte Tier, das die US-Lebensmittelaufsicht (FDA) für den Verzehr und Verkauf freigegeben hat. Der Entscheidung der FDA ging eine knapp zwanzigjährige Prüfung voraus. Die Behörde argumentierte, dass der gentechnisch veränderte Lachs für den Verzehr gesundheitlich genauso unbedenklich sei wie nicht gentechnisch veränderter Lachs. Einige Verbraucher- und Umweltorganisationen kritisierten diese Entscheidung. Sie haben sowohl gesundheitliche als auch ökologische Bedenken. So sind die langfristigen Folgen durch den Verzehr von gentechnisch veränderten Lebensmitteln noch nicht vollständig erforscht. Einige Menschen meinen, dass diese Lebensmittel gesundheitliche Schäden hervorrufen könnten. Umweltorganisationen haben außerdem die Befürchtung, dass Turbo-Lachse aus den Zuchtfarmen entweichen könnten. In der Natur könnten sie ihre Gene auf wild lebende Tiere übertragen oder die weniger großen Artgenossen verdrängen und so das biologische Gleichgewicht verändern. Befürworter des Turbo-Lachses argumentieren, dass durch den schneller wachsenden Lachs viel weniger wild lebende Tiere gefangen werden müssen. Dadurch wird die Umwelt geschont. In Aquakulturen werden Lachse mit Fischmehl aus wild gefangenen Fischen gefüttert. Die genetisch veränderten Lachse benötigen weniger Futter, wodurch die Meere geschont werden. Außerdem meinen sie, dass Turbo-Lachse nicht aus Zuchtfarmen entkommen können, wenn diese nicht an Gewässer angeschlossen sind. Sie weisen auch darauf hin, dass Turbo-Lachse nach langjährigen Tests als gesundheitlich unbedenklich eingestuft wurden. B1 Wild lebender Lachs B2 Lachs wird gerne gegessen. Vererbung 32 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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