➝ Schulbuch-Seiten 120 – 131 A4 Es gibt verschiedene Herausforderungen, die der Fleischkonsum mit sich bringt. Lies die beiden Texte und füge die Sätze an den jeweils richtigen Stellen ein. Zu hoher Fleischkonsum hat ernsthafte Konsequenzen Bei jeder Mahlzeit haben wir die Wahl, welche Lebensmittel bei uns auf den Teller kommen. Damit entscheiden wir mit, welche Arten der Fleischproduktion gefördert und somit welche Ressourcen dafür verbraucht werden sollen. Ungünstige Ernährungsgewohnheiten hängen unmittelbar mit der Zerstörung von Natur, dem Klimawandel und dem Artensterben zusammen. In einer Welt, in der wir Waren von überall her beziehen können, hat unsere Ernährung in fast allen Teilen der Erde ökologische Auswirkungen. In diesen Ländern gehen jedes Jahr riesige Gebiete wertvoller Regenwälder verloren, um die Anbauflächen für Soja zu vergrößern. Außerdem verlieren durch die Abholzung zahlreiche Arten ihren Lebensraum. Dabei wissen die Konsumentin oder der Konsument gar nicht, wo das Tier herkommt oder aufgewachsen ist. Eine verpflichtete Kennzeichnung der Herkunft und der Tierhaltung könnte helfen, zu einer bewussten Entscheidung beim Fleischkauf zu kommen. Sobald das Fleisch verarbeitet ist, gibt es keine Kennzeichnungspflicht mehr, z. B. bei Wurst, Fertiggerichten oder bereits gewürztem Fleisch. Auch gentechnisch veränderte Futtermittel (z. B. aus zerstörten Regenwäldern oder Savannen) müssen nirgends angegeben werden. Da fast zwei Drittel des gesamten Fleisches nicht zu Hause, sondern in Lokalen gegessen wird, kann man davon ausgehen, dass hier besonders viel Billigfleisch auf den Tisch kommt. 1 Denn Soja, das aus Ländern wie z. B. Brasilien, Paraguay oder Argentinien importiert wird, spielt eine wichtige Rolle bei der Tierfütterung. 2 Auch bei Restaurants und Gasthäusern gibt es keine Kennzeichnungspflicht. 3 Nur bei verpacktem Frischfleisch in Supermärkten muss angegeben werden, woher das Fleisch kommt. 4 Denn je nach Ernährungsweise bringt das Folgen für Tiere, unsere Gesundheit und das Klima. 5 Fleisch und Fleischprodukte werden oft sehr billig und unter ihrem Wert verkauft. A5 Nimm zu den folgenden Aussagen in Bezug auf Nachhaltigkeit Stellung. ■ „Weniger Fleisch zu essen hat einen positiven Effekt für das Klima und die Gesundheit.“ ■ „Anstelle von Fleisch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Proteine zu sich zu nehmen.“ ■ „Biologische Landwirtschaft ist ressourcenschonender und daher besser für die Umwelt.“ ■ „Besser nur ein Schnitzel pro Woche, dafür aber aus qualitativ besserem Fleisch.“ ■ „Fleisch-Ersatzprodukte verursachen weniger Treibhausgase und benötigen weniger Wasser und Land.“ ■ „Auch mit pflanzlichen Proteinquellen (z. B. Sojaprodukten) kann man den Proteinbedarf decken.“ B3 Weniger Fleisch mehr Gemüse B4 Verpacktes Fleisch mit Kennzeichnung Nutztiere 53 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==