einfach bio 4, Arbeitsheft aktiv

Tiertransporte und Tierschutz Die Größe und der Aufbau eines Tiertransporters hängen von der Anzahl, dem Gewicht und der Größe der Tiere sowie von der Länge des Transportweges ab. Für Klein- oder Sammeltransporte reicht meistens ein LKW mit bis zu 7,5 Tonnen. Handelt es sich bei der Fracht aber z.B. um Schlachtvieh, so fahren oft Großtransporter mit einem Anhänger. Das kann ein LKW mit bis zu 40 Tonnen sein, der zwischen 150 und 170 Schweine mit einem Gewicht von jeweils 100 bis 120 kg geladen hat. Ein so riesiger Transporter ist in mehrere Abteile aufgeteilt. So können die Tiere ihre Position ändern. Gleichzeitig dürfen die Lücken nicht zu groß sein, denn die Nähe zu den anderen Tieren wirkt wie ein Sicherheitsgurt. Weil eine Schlachtung im landwirtschaftlichen Betrieb nur dann durchgeführt werden darf, wenn gesetzliche Vorschriften genau eingehalten werden, werden die meisten Tiere zu einem Schlachthof gebracht. Nur Tiere, die gesund und transportfähig sind, dürfen den Betrieb verlassen. Diese Maßnahme dient dem Tierschutz und hilft, die Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden. Die Landwirtin oder der Landwirt kontrolliert daher den Zustand der Tiere, bevor der Transport beginnt. Damit der Transport für die Tiere möglichst stressfrei abläuft, darf schon das Beladen des Transporters nur von Personen durchgeführt werden, die gut darin geschult sind und die Bedürfnisse der Tiere kennen. Der Boden und die Rampe vom Stall in den Transporter hinein müssen trittsicher und rutschfrei sein. Außerdem darf der Weg in den Transporter nicht zu steil sein. Im Ladebereich erwartet die Tiere frische Einstreu zur Hygiene und Beschäftigung. Vor jeder Fahrt müssen die Ventilatoren für die Belüftung kontrolliert werden. Als Fahrerin oder Fahrer eines Tiertransporters muss man eine Schulung und Prüfung abgelegt haben, um mit „lebender Fracht“ unterwegs sein zu dürfen. Sie oder er ist während der Fahrt und beim Be- und Entladen für das Wohl der Tiere verantwortlich. Die Fahrt sollte besonders vorsichtig sein. Daher ist es wichtig, starke Ausweich- oder Bremsvorgänge zu vermeiden. Werden Tiere länger als acht Stunden transportiert, so muss es eine automatische Versorgungstechnik geben. Mit dieser wird jedes Abteil ausreichend mit Wasser und Futter versorgt. Die Fahrerin oder der Fahrer überwacht diese Versorgung. Am Ziel angekommen, kontrolliert die Empfängerin oder der Empfänger die Tiere und die Papiere. Kommen die Tiere in einem Schlachthof an, so erfolgt die Kontrolle durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt. Das Entladen passiert in Ruhe und mit Vorsicht. Sauberkeit ist bei Tiertransportern sehr wichtig. Daher wird der Laderaum von der Fahrerin oder dem Fahrer gründlich gereinigt, gleich nachdem die Tiere den Transporter verlassen haben. ➝ Schulbuch-Seiten 140 – 143 Mit Nutztieren unterwegs A1 Unzählige Rinder, Schweine und andere Nutztiere werden täglich zwischen Zuchtbetrieb, Mastbetrieb und Schlachthof transportiert. Alle beteiligten Personen sind dafür verantwortlich, dass die lebenden Tiere das jeweilige Ziel unversehrt erreichen. Wie läuft so ein Transport ab? Welche Regeln sind zu beachten? Lies den Text und notiere passende Überschriften. B1 Beengte Verhältnisse in Nutztiertransporter Nutztiere 58 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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