Lies den Beispieltext zum Thema Geschlechtertrennung im Unterricht? Wähle dabei im Schreibplan rechts bei allen Argumenten + (pro) oder – (kontra) aus und ergänze die fehlenden Angaben. Buben und Mädchen: Zwei getrennte Welten? Überschrift Auch wenn Mädchen und Buben nicht immer die gleichen Interessen haben, werden sie gemeinsam unterrichtet. Ist das für beide Geschlechter sinnvoll und gut? Oder hätte getrennter Unterricht mehr Vorteile? Leitfrage wird genannt Für getrennte Klassen spricht, dass Mädchen und Buben im Laufe ihrer Entwicklung unterschiedliche Bedürfnisse haben. Buben leiden beispielsweise stärker darunter, lange still zu sitzen. Hinzu kommt, dass in getrennten Klassen weniger Probleme entstehen, da die eigenen Interessen nicht vom anderen Geschlecht bewertet werden. Egal ob Einhorn oder Batman, niemand muss befürchten, ausgelacht zu werden. Studien zeigen außerdem, dass in reinen Buben- oder Mädchenklassen die Leistungen besser sind. Weil das andere Geschlecht nicht anwesend ist, sind große „Störfaktoren“ ausgeschaltet. Allerdings sind Buben- oder Mädchenschulen meist Privatschulen. Dort ist der Anteil der Kinder aus reicheren und sehr gebildeten Familien viel größer als in öffentlichen Schulen. Das verfälscht die Studienergebnisse. Gegen eine Trennung der Geschlechter spricht auch, dass ein gemeinsamer Unterricht besser auf das Erwachsenenleben vorbereitet. Laut Fachleuten fördert getrenntes Lernen nämlich eher Vorurteile und veraltete Rollenbilder. Auch wenn es bei weiblichen und männlichen Gehirnen Unterschiede gibt, sind diese beim Lernen nicht von Bedeutung. Dauerhaft getrennter Unterricht ist also nicht notwendig, um beide Geschlechter zu fördern. Mich überzeugen die Vorteile von reinen Mädchen- und Bubenklassen nicht, denn im späteren Erwachsenenleben gibt es auch keine Geschlechtertrennung. Manchmal, z. B. im Sexualkundeunterricht, finde ich die Trennung aber sinnvoll. Insgesamt sollten jedoch alle den Umgang mit dem anderen Geschlecht möglichst früh lernen. + – keine Trennung im Erwachsenenleben (4) Mit welchen sprachlichen Mitteln werden die Argumente in der Erörterung in Ü34 hervorgehoben? Unterstreiche sie. Ü34 Überschrift Schreibplan Einleitung 1 5 10 15 20 25 30 35 Hauptteil + – unterschiedliche Bedürfnisse + – weniger Probleme, da keine Bewertung + – bessere Leistung 1 (1) + – oft Privatschulen 1 Untersuchungsergebnisse (2) + – ≠ Lebensrealität, Trennung fördert geschlechtertypisches Verhalten + – Unterschiede im Gehirn, ABER (3) Schluss Ü35 107 Argumentieren und Position beziehen Sprachbewusstsein Zuhören / Sprechen Schreiben Lesen 4 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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