Bausteine Geschichte 4, Schulbuch [Prüfauflage]

112 Grundrechte Demokratie muss gelebt werden. Demokratie braucht Werte Demokratie ist nicht nur eine Regierungsform. Sie ist ein Wertesystem, das die Würde jedes einzelnen Menschen garantiert. Grundlage dafür sind die Menschenrechte. In einer Demokratie haben alle Menschen das Recht, politisch aktiv zu sein. Die Regierenden werden durch freie und geheime Wahlen bestimmt. Wichtige demokratische Werte sind: • Gleichberechtigung: Alle haben die gleichen Rechte und Chancen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder anderen Merkmalen. • Freiheit und Rechte: In einer Demokratie gilt Meinungs-, Religions- und Versammlungsfreiheit und das Recht auf Privatsphäre. • Toleranz: Mit anderen Meinungen und den Rechten von anderen Menschen wird respektvoll umgegangen. Minderheiten stärken Menschen werden oft aufgrund ihrer Herkunft, Sprache, Religion, sexuellen Orientierung, Behinderung oder sozialem Status* benachteiligt. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedet und legt fest, welche Rechte sie haben, wie zum Beispiel: • Schutz vor Diskriminierung: Niemand darf wegen seiner Zugehörigkeit zu einer Minderheit benachteiligt werden. • kulturelle Anerkennung: Die Kultur und Identität von Minderheiten sollen respektiert und gefördert werden. • sprachliche Rechte: Das Recht, die eigene Sprache zu sprechen und zu pflegen soll geschützt sein, auch in der Schule. • politische Vertretung: Minderheiten sollen in politischen Prozessen angemessen vertreten sein. A B Bürgerinnen und Bürger gehen in Innsbruck für die Demokratie auf die Straße (Foto, APA, 2024) In einer Demokratie tragen die Menschen die Hauptverantwortung für das Funktionieren ihrer Gesellschaft. Das geht über das bloße Wählen hinaus. Es ist wichtig, am politischen Prozess teilzunehmen und die Gesellschaft positiv zu gestalten, wie zum Beispiel durch: – Stimmabgabe bei Wahlen – Informationsbeschaffung: Nachrichtenquellen kritisch hinterfragen und verschiedene Perspektiven betrachten – Aktivismus: sich selbst für positive Veränderungen einsetzen durch Teilnahme an Demonstrationen, Mitarbeit in gemeinnützigen Organisationen … – Kommunikation: durch E-Mails, über soziale Medien oder persönliche Treffen mit den gewählten Vertreterinnen und Vertretern in Kontakt treten und Entscheidungen beeinflussen. 1 2 Die Zukunft der Mitbestimmung (Foto, 2012, Plattform der Online-Partei-Österreich) Digitale Medien bringen in Zukunft Chancen und Herausforderungen. Soziale Medien machen es leichter, sich über politische Themen auszutauschen und sich an politischen Diskussionen zu beteiligen. Es besteht dabei aber die Gefahr, dass Menschen falsche Informationen erhalten. Nicht alle Menschen haben Zugang zu diesen Medien. Sie werden von der Diskussion und der Mitbestimmung ausgeschlossen. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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