122 Medien machen Meinungen Gedruckte und digitale Massenmedien beeinflussen unser Leben. Informationen aus vielen Quellen Traditionelle Medien wie Radio, Fernsehen und Zeitungen und seit Beginn der 2000er Jahre die sozialen Medien wie WhatsApp, YouTube und TikTok beeinflussen unser Leben. Sie informieren und unterhalten uns. Dadurch haben sie großen Einfluss darauf, was wir über politische Ereignisse wissen und wie wir darüber denken. Vor allem die traditionellen Medien sorgen aber auch dafür, dass Missstände im Bereich der Politik und der Wirtschaft bekannt werden. Sie sind damit ein wichtiges Kontrollorgan. Nachrichten werden produziert Die traditionellen Medien arbeiten meist mit Nachrichtenagenturen zusammen. Diese sammeln Nachrichten, wählen aus, kontrollieren den Wahrheitsgehalt der Informationen. Manche haben auch eigene Reporterinnen und Reporter für diese Recherchen. Viele Menschen informieren sich heute aber hauptsächlich in den sozialen Medien. Hier gibt es meist niemanden, der einen Faktencheck macht. Das führt zu: Gerüchten und Falschmeldungen: Sie führen Menschen in die Irre. Filterblasen: In sozialen Medien werden vor allem jene Inhalte gezeigt, die den Interessen und Meinungen der Userinnen und User entsprechen. Dies führt zu einer begrenzten Sicht auf die Welt. Clickbaits und Sensationsgier: Die Programmierung oder der Algorithmus ist oft so ausgelegt, dass wir immer mehr Zeit in diesen Medien verbringen. Deshalb werden Inhalte, die Clickbaits, ausgewählt, die übertrieben, sehr emotional und auf Sensation aus sind. Damit erhalten sie eine große Menge von Klicks. Sie erzeugen damit wenig Information, aber viel „Info-Müll“. A B 1 Alles erlaubt? (Klima-Aktivisten mit Ölattacke auf Klimtgemälde in Wien, Foto, 2022) Schock und Aufregung provozieren Aufmerksamkeit und das beworbene Anliegen ist in allen Medien. Damit wollen die Aktivistinnen und Aktivisten die öffentliche Meinung beeinflussen. Im November 2022 haben Klimaaktivisten ein Kunstwerk von Gustav Klimt im Leopold Museum in Wien mit Öl angeschüttet. Einer der Aktivisten klebte sich zudem mit der Hand am Schutzglas des Gemäldes fest. Das Gemälde selbst wurde nicht beschädigt. 2 Themenbild: Hassposting im Internet (Illustration zum Thema Hass im Internet, Foto, 2017) 2022 beschloss die EU den Digital Service Act (DSA). Dieses Gesetz verpflichtet die großen Online-Plattformen (Google, X, Amazon …) mehr Verantwortung für die Inhalte zu übernehmen. Illegale Inhalte wie Hasspostings, Gewaltaufrufe oder Falschmeldungen müssen innerhalb von 24 Stunden entfernt werden, wenn sie von Nutzerinnen und Nutzern gemeldet worden sind. Diese sollen auch mehr Einfluss darauf bekommen, welche Werbeanzeigen ihnen angezeigt werden. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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