Bausteine Geschichte 4, Schulbuch [Prüfauflage]

124 Medien … … können gefährlich sein Was sind Fake News? Fake News sind falsche Nachrichten, die so aussehen, als wären sie wahr. Sie werden erstellt, um Menschen zu täuschen oder Meinungen zu beeinflussen. Zum Beispiel verbreitet jemand eine erfundene Geschichte, um Aufmerksamkeit zu erregen oder ein bestimmtes Thema zu verbreiten. Fotos oder Videos werden verändert, um Dinge zu zeigen, die nie passiert sind. Fake News können auch Verschwörungsmythen enthalten. Warum sind Fake News gefährlich? Fake News können viele Probleme verursachen. Falsche medizinische Informationen können zum Beispiel Menschen dazu bringen, lebensgefährliche Entscheidungen zu treffen. In der Politik können sie die Meinungen der Menschen beeinflussen und zu Unruhen und Spannungen in Gemeinschaften führen. Warum werden Fake News erstellt? Politische Einflussnahme: Ein häufiges Motiv ist die Beeinflussung von Wahlen und politischen Entscheidungen. Einzelpersonen, Interessensgruppen und Regierungen nutzen sie, um ihre politischen Ziele zu erreichen. Profit: Einige Menschen erstellen und verbreiten sie, um Geld zu verdienen. Je mehr Personen ihre Website anklicken, desto mehr Werbeeinnahmen haben sie. Sensationslust: Manche Menschen erstellen Fake News aus Sensationslust oder dem Wunsch nach Aufmerksamkeit in sozialen Medien. Ideologie: Extremistische Gruppen nutzen Fake News, um ihre Ideen zu verbreiten und Anhängerinnen und Anhänger anzuwerben. A B C 1 „False-Balance“-Prinzip (Foto, o. J.) Diskussionen im Fernsehen oder anderen Medien sollen unterschiedliche Meinungen zu einem Thema aufzeigen. Dabei hat oft ein eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer die Unterstützung von fast allen anderen Fachleuten in diesem Bereich. Die andere Person vertritt dagegen eine Einzelmeinung. In der Diskussion erhält aber jede Person gleich viel Zeit. Dadurch wird der Eindruck erweckt, beide Meinungen hätten gleich viel Gewicht. Dies führt dazu, dass eine falsche Meinung genau so viel Bedeutung bekommt, wie die wissenschaftlich fundierte – und Falschinformationen erhalten dadurch mehr Raum. 2 Demonstration in Karlsruhe gegen Klima- und Coronaleugner (Foto, 3. 6. 2021) In den sozialen Medien sind viele Menschen, die den Klimawandel leugnen, aktiv. Sie behaupten, dass die Erde sich nicht erwärme oder dass der menschliche Einfluss auf den Klimawandel minimal sei. Eine häufige Methode ist das Veröffentlichen von falschen Grafiken und wissenschaftlichen Studien. Damit wollen sie beweisen, dass der Klimawandel ein „Schwindel“ ist und dass die Wissenschaft sich nicht einig ist. Es gibt auch immer wieder Versuche, Klimaforscherinnen und -forscher zu verleumden und ihre Forschung in Frage zu stellen. Ziel ist es, die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu verhindern. Laut einer Studie der Cornell University in New York kommen 99,9 Prozent aller Studien, die durch unabhängige Gutachterinnen und Gutachter aus demselben Fachgebiet geprüft wurden, zu dem Ergebnis, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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