DER ZWEITE WELTKRIEG 45 AH S. 21 Bücherverbrennung (Foto, Salzburg, 1938) 1933 kam es in ganz Deutschland zur Verbrennung von Büchern. Werke kritischer Autorinnen und Autoren wurden öffentlich von fanatischen Studierenden und HJ-Mitgliedern verbrannt. 1938 fand in Salzburg die einzige Bücherverbrennung auf österreichischem Boden statt. Das Volk sollte nur noch Bücher lesen, die zur nationalsozialistischen Ideologie passten. 6 AUFGABEN 1 Zähle auf, wer als Gegner der Nationalsozialisten galt. Erkläre, warum. A 2 Stelle dir vor, es gäbe heute diese „Notverordnung“. Was würde das für dich bedeuten? Nenne für jeden Punkt des NS‑Gesetzes ein Beispiel und schreibe es auf. B 3 Entwickle selbst eine Definition des Begriffes „Antisemitismus“ und gib Beispiele. Nimm Stellung zu Situationen, in denen dir selbst schon Antisemitismus im Alltag begegnet ist. B 4 Interpretiere 1 nach der Methode „Bilder lesen“ auf S. 128. Würdest du solche Bilder für ein Schulbuch auswählen? 5 Analysiere diese Doppelseite. Mit welchen Methoden versuchten die Nationalsozialisten Menschen auszugrenzen? Wie würde es dir gehen, wenn du von einer der dargestellten Maßnahmen betroffen wärst? A–B 1–6 Kennzeichen der Ausgrenzung (Foto, um 1936: Hetze gegen jüdische Kinder im Unterricht) Das sichtbare Tragen eines gelben Sterns auf der Bekleidung diente ab 1941 der Verhöhnung, Kennzeichnung und Ausgrenzung. Ab November 1938 durften jüdische Kinder nur mehr jüdische Schulen besuchen. 1942 wurden diese geschlossen. 3 Detail eines deutschen Passes (Foto, 1938) 1938 wurde beschlossen, die Pässe von Jüdinnen und Juden mit einem „J“ zu kennzeichnen. Ein zweiter Vorname – Sarah oder Israel – musste eingetragen werden. 5 Öffentliche Ausgrenzung (Foto, 1939) Der jüdischen Bevölkerung wurde die Benützung von bestimmten Einrichtungen wie Parkbänken, Toilettenanlagen oder Verkehrsmitteln verboten. 4 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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