DER ZWEITE WELTKRIEG 53 AH S. 25 AUFGABEN 1 Gib in eigenen Worten wieder, was man unter einem Genozid versteht. Worin liegt der Unterschied zwischen Kriegsopfern und Opfern eines Genozids? A 1–3 2 Markiere in B die Erklärung von Rassismus. 3 Erkläre den Zusammenhang zwischen Rassismus und Genozid. B 1–3 4 Recherchiere nach den Ursachen der Genozide in 1–2 und 3 . Prüfe nach der Methode „Internet-Recherche“ auf der Seite 128. 5 Beschreibe Situationen, in denen du schon einmal Rassismus beobachtet oder erlebt hast. Gestalte Vorschläge, wie man sich in solchen Situationen verhalten kann. 6 Interpretiere 4 nach der Methode „Zeitzeugen befragen / Ein Interview interpretieren“. 7 Führe ein Zeitzeugeninterview zu einem historischen Thema deiner Wahl durch. Präsentiere es dann deiner Klasse. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählen, wie sie ein bestimmtes Ereignis erlebt haben und welche Gedanken/Gefühle sie dabei hatten. Solche Berichte können sehr unterschiedlich sein. Oft können Menschen sich nicht mehr genau erinnern oder sie übertreiben. Manches verschweigen sie. Viele waren als Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bei Ereignissen nicht direkt dabei, sondern haben sie in den Medien mitverfolgt. Kompetenz aufbauen Ein Interview durchführen – Überlege, welche Person du zu welchem Thema befragen möchtest. – Schreibe dir die Fragen für das Interview auf. – Stelle keine Fragen, die man nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann. – Sorge dafür, dass die Aussagen lückenlos aufgezeichnet werden (Ton, Bild) und verschriftliche das Gesagte. Ein Interview interpretieren – Vergleiche die Informationen aus dem Interview/den Interviews mit den Angaben in Fachbüchern. Notiere Unterschiede. – Prüfe, an welchen Stellen eine persönliche Meinung erkennbar ist. – Soll jemand besonders gut oder schlecht dargestellt werden? – Beurteile, ob versucht wird, das eigene Handeln oder Nicht-Handeln zu rechtfertigen. METHODE: Zeitzeugen befragen Quelle: Ein Bericht aus Ruanda (aus einem Zeitungsbericht der Badischen Zeitung vom 15.3.2014) Freddy Mutanguha war 18, als seine Familie bei dem Genozid ermordet wurde. Verstanden hat er die Gewalt bis heute nicht. „‚Der Mann, der meine Mutter tötete, hatte ihr zuvor Geld geliehen, damit sie mich in die Schule schicken konnte.‘ Hütte an Hütte lebten sie damals […] In dieses Dorf, in dem der Nachbar zuschlug, musste Freddy nach dem Genozid wieder zurück, ‚wir hatten keine andere Wahl‘. Dort begegnete der junge Mann wieder dem Mörder seiner Eltern. ‚Ich habe nicht mehr mit ihm gesprochen, aber ich traf auch seine Kinder. Das war schwer, obwohl sie gar nichts getan hatten.‘ In den ersten Jahren nach dem Genozid fanden in Ruanda zahlreiche Prozesse statt. Weil die Gerichte […] überfordert waren […] wurden die traditionellen Dorfgerichte wiederbelebt […] ‚Das war heilsam‘, sagt Freddy.“ 4 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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