Bausteine Geschichte 4, Schulbuch [Prüfauflage]

86 Globalisierung* … … betrifft alle. … in der In der globalisierten Welt werden ständig Ideen, Waren und Informationen ausgetauscht. Politische Entscheidungen in einem Land können direkte Auswirkungen auf andere Länder haben. Probleme, wie zum Beispiel der Klimawandel, können nicht von einzelnen Ländern, sondern nur gemeinsam bewältigt werden. Internationale Vereinbarungen sollen Probleme in vielen Lebensbereichen für viele Menschen lösen helfen. Abmachungen sind jedoch schwer zu erreichen, denn die Politikerinnen und Politiker der einzelnen Staaten vertreten oft eigene Interessen. … in der Der Austausch von Gütern, Dienstleistungen und Kapital erfolgt global. Firmen finden dadurch neue Märkte für ihre Produkte. Gleichzeitig bedeutet das aber auch größeren Wettbewerb. Menschen finden in wachsenden Unternehmen leichter Arbeitsplätze. Viele Unternehmen verlagern ihre Produktionen aber in jene Staaten, wo Arbeitsplätze billiger sind. Wo Firmen wegziehen, entsteht Arbeitslosigkeit. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bietet der weltweite Wettbewerb die Möglichkeit, aus einer großen Vielfalt von Produkten zu wählen. Viele Waren werden aber unter schlechten Arbeitsbedingungen und auf Kosten der Umwelt hergestellt. … in der Die Globalisierung führt zu einem weltweiten kulturellen Austausch in vielen Bereichen, wie zum Beispiel in der Kunst, der Mode, in den Medien und auch beim Essen. Dazu kommt, dass Menschen immer leichter Zugang zu Bildung und Wissenschaft erhalten. Manche Menschen befürchten aber den Verlust ihrer kulturellen Identität. Das passiert, wenn lokale Traditionen und Sprachen verloren gehen. A B C Seit wann gibt es Globalisierung? (Illustration, 2023) Im 17. Jahrhundert gab es bereits wichtige Handelswege zwischen Europa, Amerika und Afrika. Seither kann man von Globalisierung sprechen. Diese bewirkte weltweite Verflechtungen in Wirtschaft, Politik, Kultur, Kommunikation und anderen Bereichen des Lebens. Sie wurde aber immer wieder gebremst. Ab 1840 trugen technische Entwicklungen wie die Dampfmaschine und der Telegraf dazu bei, dass Güter schneller transportiert wurden und besser kommuniziert werden konnte. Gleichzeitig errichteten europäische Staaten aber Zölle, um ihre Wirtschaft zu schützen. Die beiden Weltkriege bremsten ebenfalls Wirtschaftsbeziehungen. Ab den 1970iger Jahren konnten in Containern immer mehr Waren transportiert werden, Kommunikations- und Zahlungsmöglichkeiten wurden verbessert. Großer Konzerne verlagerten ihre Produktionen in Billiglohnländer. In den 1990iger Jahren beschleunigte sich dieser Prozess durch das Ende des Kalten Krieges und durch das Internet. 1 Jugendliche mit einem Smartphone (Foto, 2022) Junge Menschen nützen weltweit soziale Medien, um ihre Ideen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu präsentieren. Sie stellen so ihre Lebensart, ihren „Lifestyle“, dar. Menschen, die ihre Tätigkeiten präsentieren, werden „Influencerinnen“ oder „Influencer“ genannt. Einige können damit auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihre „Posts“ beinhalten Werbebotschaften, die an ihre „Follower“ gerichtet sind. 2 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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