Begegnungen mit der Natur 1, Schulbuch

Vögel – gefiederte Flieger Die befruchtete Eizelle entwickelt sich zum Embryo Ganz am Anfang ist der Embryo nur als kleine Keimscheibe, die auf der Dotterkugel liegt, zu erkennen ( Abb. 63). Die Dotterkugel ist von einer Dotterhaut umgeben. Von ihr ziehen nach rechts und nach links die aus dickflüssigem Eiklar bestehenden Hagelschnüre weg. Sie verankern den Dotter mit der Keimscheibe in der Eimitte. Zur Entwicklung benötigt der Embryo Wärme. Deshalb setzt sich die Henne auf das Gelege, sie brütet. Mit der Luft, die durch die Kalkschale eindringt, erhält der Embryo ausreichend Sauerstoff. Vor dem Schlüpfen liegt das Kücken so im Ei, dass sein Kopf zum stumpfen Ende zeigt, dorthin also, wo sich die Luftkammer befindet. Mit dem Eizahn wird nun die Schalenhaut vor der Luftkammer aufgeritzt und das Junge beginnt zu atmen. Gleich danach drückt es mit dem Eizahn kreisförmig Löcher in die Eischale. Zuletzt streckt das Kücken den Hals, wodurch die Schale auseinanderspringt. 62 Eientstehung beim Huhn (Schema) Eierstock Magen Niere Harnleiter Kloake Darm Eileiter Kalkschale Trichterorgan dotterreiche Eizelle Schalendrüse Eidotter Eiklar Kloake 63 Aufbau eines Hühnereies (Schema) Kalkschale Schalenhaut Keimscheibe Dotter Hagelschnur Luftkammer Eiklar Dotterhaut Eizahn spitzer, verhornter Fortsatz auf der Spitze des Oberschnabels; er fällt einige Tage nach dem Schlüpfen ab 64 20 Tage alter Hühnerembryo 65 Frisch geschlüpftes Hühnerkücken 66 Landwirtin bei Eiabnahme Bankivahühner legen zwei- bis dreimal im Jahr bis zu zwölf Eier. Haushühner legen rund 200 Eier pro Jahr. Rassen, die eigens zum Eierlegen gezüchtet werden, schaffen es sogar auf zirka 300 Eier jährlich. Finde eine Erklärung dafür, dass Haushühner nahezu das ganze Jahr über Eier legen. Du bist dran! M Arbeitsheft Seite 21 73 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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