Blick ins Buch Digitale Zusatzmaterialien Online-Codes Einfach den Code im Suchfenster auf www.oebv.at eingeben und du wirst direkt zu digitalem Zusatzmaterial (zB Videoclips, Animationen, interaktive Übungen) oder Lösungen weitergeleitet. öbv QuickMedia 1. Scanne den QR-Code und lade die App auf dein Smartphone oder dein Tablet. 2. Scanne deinen Buchumschlag oder wähle dein Schulbuch in der App-Medienliste aus. 3. Scanne eine gekennzeichnete Buchseite oder wähle ein Audio/Video aus der App-Medienliste aus. Wie du mit Begegnungen mit der Natur arbeitest Buchseite Hier erarbeitest du dir ein biologisches Thema mithilfe von Informationen, Abbildungen und verschiedenen Aufgaben. In der Randspalte findest du Erklärungen zu Fachbegriffen, Wortherkünfte sowie inhaltliche Ergänzungen, die zum Verständnis beitragen. Du bist dran! Die Aufgaben fördern dein selbstständiges Arbeiten. Kenn ich das? Hier kannst du Wissen anhand wiederkehrender Muster in der Natur vernetzen. Siedlungsökologie Pflanzen und Tiere stehen in enger ökologischer Beziehung In Städten wachsen viele nicht heimische Pflanzenarten, also Arten, die ursprünglich aus anderen Regionen der Welt stammen. Menschen haben manche davon bewusst angepflanzt, etwa weil sie schön aussehen, rasch wachsen und städtische Bedingungen wie Wärme, Trockenheit und Abgase gut vertragen. Beispiele dafür sind die Rosskastanie, aus Südosteuropa, und der Sommerflieder, aus Ostasien. Solche Arten prägen heute vielerorts das Bild von Parks, Straßen und Grünanlagen. Wenn nicht heimische Arten in der Stadt günstige Bedingungen finden, können sie sich stark ausbreiten und in manchen Fällen heimische Arten verdrängen. Dadurch verändert sich die Zusammensetzung der Pflanzengesellschaften. Das bleibt für Tiere nicht ohne Folgen: Insekten, die auf bestimmte heimische Pflanzen spezialisiert sind, finden dann weniger Nahrung oder verlieren ihren Lebensraum. Davon können in weiterer Folge auch Vögel und andere Tiere betroffen sein, die von diesen Insekten oder Pflanzen abhängen. So kann die Biodiversität in der Stadt abnehmen, auch wenn sie auf den ersten Blick artenreich erscheint. Auch Lichtverschmutzung beeinträchtigt die Biodiversität In Städten werden Straßen, Gebäude und öffentliche Plätze oft hell beleuchtet. Dieses zusätzliche künstliche Licht in der Nacht wird als Lichtverschmutzung bezeichnet. Sie kann dazu führen, dass bestimmte Arten in der Stadt seltener werden, während lichttolerante Arten leichter überleben. So jagen manche Fledermausarten an beleuchteten Stellen, andere meiden das Licht und verlieren dadurch geeignete Jagdgebiete. Maßnahmen wie dimmbare Straßenbeleuchtung oder lichtarme Zonen können die negativen Auswirkungen verringern. Auch der Klimawandel hat Auswirkungen auf die Biodiversität Manche heimische Pflanzen vertragen Hitze schlecht, andere kommen besser damit zurecht. Deshalb werden bei Neupflanzungen oft widerstandsfähige Arten gewählt, etwa der Südliche Zürgelbaum, die Gleditschie oder der Feldahorn. Veränderungen in der Pflanzenwelt wirken sich auch auf Tiere aus, weil sich Nahrung und Lebensräume verändern. Igel oder Fledermäuse finden in überhitzten Städten oft weniger Wasser und Nahrung. Gleichzeitig breiten sich wärmeliebende und nicht heimische Arten stärker aus, etwa die Grüne Stinkwanze oder die Asiatische Tigermücke. Sie können heimische Arten verdrängen und so ganze Lebensgemeinschaften verändern. Verändern sich Pflanzengesellschaften, finden spezialisierte Insekten weniger Nahrung oder verlieren ihren Lebensraum. In weiterer Folge können auch Vögel und andere Tiere betroffen sein, die von diesen Insekten oder Pflanzen abhängen. So kann die Biodiversität in der Stadt abnehmen, auch wenn sie auf den ersten Blick artenreich erscheint. 16 Lichtverschmutzung beeinträchtigt die Biodiversität Diskutiere Vor und Nachteile nächtlicher Straßenbeleuchtung für Menschen und Tiere und schlage naturverträgliche Beleuchtungslösungen vor. Du bist dran! Asiatische Tigermücke Überträger tropischer Viruserkrankungen; breitet sich seit einigen Jahren auch in Österreich aus. Sie ist an ihrer schwarz-weiß gestreiften Zeichnung gut zu erkennen und sticht vor allem tagsüber. Die Mücke legt ihre Eier in kleine Wasseransammlungen, etwa in Blumentopfuntersetzer oder Regentonnen. Zwar überträgt sie hierzulande bisher keine Krankheiten, doch durch wärmere Temperaturen kann sich das ändern. Wichtig ist daher, stehendes Wasser regelmäßig zu entfernen, um ihre Vermehrung zu verhindern. Lichtverschmutzung stört Orientierung und biologische Rhythmen Viele Tiere nutzen natürliche Licht und Dunkelphasen als wichtige Umweltinformationen. Sie steuern damit Orientierung, Nahrungssuche oder Fortpflanzung. Künstliche Beleuchtung kann diese Signale überlagern. Nachtaktive Insekten werden von Lampen angezogen, verlieren Energie oder werden leichter von Fressfeinden erbeutet. Zugvögel können durch starke Beleuchtung verwirrt werden und mit Gebäuden kollidieren. Zudem kann künstliches Licht Fortpflanzungszeiten und den Tag Nacht Rhythmus vieler Tiere verändern. Kenn ich das? 76 Evolution des Menschen – auf einen Blick! Die Evolution des Menschen Evolution des Menschen – auf einen Blick! Die Evolution des Menschen – gut aufgepasst? Die Evolution des Menschen – das hast du gelernt! 1. Löse das Kreuzworträtsel! Umlaute sind als Umlaute zu schreiben. Die nummerierten Buchstaben verraten dir die Bezeichnung für den ältesten Abschnitt in der Geschichte des Menschen. 1 Gattung, der Lucy angehört 2 Wichtigste Kommunikationsform des Menschen 3 Der „geschickte Mensch“: Homo … 4 Fortbewegungsart von Gorillas und Schimpansen 5 Bedeutende Fundstelle von Fußabdrücken aufrechtgehender Menschen 6 Merkmal der Menschenartigen 7 Europäischer Zeitgenosse des Homo sapiens 8 erstes Steinwerkzeug Lösung: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 1 2 3 4 2 5 4 5 3 9 6 6 8 7 7 8 1 Evolution des Menschen erforschen! 2. Wie verändert sich die Kommunikation, wenn ich statt digitaler Nachrichten persönliche Gespräche führe? Untersuche diese Forschungsfrage: 1. Protokolliere an einem Tag jede digitale Kontaktaufnahme mit deinem Smartphone, zB Chat, Anruf, Sprach oder Videoanruf, und notiere Anlass und Häufigkeit in einer Tabelle (Handynutzung ohne Kontakt zu anderen müssen nicht notiert werden). 2. Wiederhole den Versuch an einem weiteren Tag, an dem du bewusst persönliche Gespräche suchst und das Smartphone möglichst wenig nutzt. Vergleiche beide Tage und beschreibe die Unterschiede. 3. Formuliere eine überprüfbare Vermutung zum Einfluss digitaler Kommunikation auf das Zusammenleben. Plane einen Versuch, mit dem diese Vermutung überprüft werden könnte. Evolution des Menschen – was denkst du? 3. Lies die Aussagen der beiden Figuren und bezieh Stellung dazu. Der Mensch gehört zu den Menschenaffen. Der Mensch stammt vom Affen ab. Alle Lebewesen benötigen Energie ă Im Lauf der Menschheitsgeschichte lässt sich der Übergang von rein pflanzlicher zu gemischter und zunehmend fleischreicher Ernährung beobachten. Fleischkost liefert mehr Energie als die ballaststoffreiche Pflanzennahrung. Gekochte Nahrung spart Energie, da sie leichter verdaulich ist. ă Durch längere Beine und eine veränderte Beinachse ermöglichte der aufrechte Gang eine energiesparendere Fortbewegung. ă Durch Kleidung oder Schutz in Höhlen musste weniger Energie dafür aufgebracht werden, den Körper warm zu halten. Alle Lebewesen nehmen ihre Umwelt wahr und reagieren auf Veränderungen ă Der Mensch ist ein gleichwarmes Säugetier und muss seine Körpertemperatur konstant halten, wenn sich die Umgebungstemperatur ändert. Der aufrechte Gang verringert die Sonneneinstrahlung und vergrößert die Fläche für kühlenden Wind. Das unterstützt die Körpertemperaturregulierung. ă Durch das Leben in Gruppen konnten sich frühe Menschen bereits gegenseitig schützen und Aufgaben wie Sammeln oder Jagen besser aufteilen. Später begannen Menschen, Werkzeuge zu nutzen, Unterkünfte zu bauen und Kleidung zu tragen. Das half, sich besser vor Hitze oder Kälte zu schützen. Mit der Sprache konnten sie sich schließlich noch genauer verständigen. Fortpflanzung sichert das Überleben und die Veränderung von Arten ă Wenn bei einzelnen Individuen durch zufällige Veränderungen im Erbgut neue Merkmale entstehen, die ihre Chancen auf erfolgreiche Fortpflanzung erhöhen, werden diese Merkmale häufiger an Nachkommen weitergegeben und setzen sich über Generationen hinweg durch. Bei den Vorfahren des Menschen waren dies zum Beispiel der aufrechte Gang, geschickte Hände und ein größeres Gehirn. Bei Schimpansen dagegen erwiesen sich Anpassungen an das Leben in Bäumen und am Boden als vorteilhaft. Körpermerkmale passen zu ihren Aufgaben ă Im Verlauf der Evolution des Menschen veränderten sich zahlreiche körperliche Merkmale – immer in Verbindung mit ihrer jeweiligen Aufgabe. So setzten sich über viele Generationen hinweg Merkmale durch, die für den aufrechten Gang vorteilhaft waren: Das weiter nach vorne verlagerte Hinterhauptsloch ermöglicht es, den Kopf aufrecht auf der Wirbelsäule zu balancieren, die doppelte S Form der Wirbelsäule federt Stöße ab, während das schalenförmige Becken die inneren Organe stützt. ă Auch die Umformung der Hand zum Greiforgan mit opponierbarem Daumen sowie des Fußes vom Greif zum Stand und Gehwerkzeug zeigt deutlich, dass die äußere Form eines Körperteils sich im Laufe der Evolution entsprechend der Aufgabe entwickelt, die es erfüllen muss. Alle Lebewesen stammen von anderen ab ă Zahlreiche Fossilienfunde – vom Sahelanthropus über Australopithecus bis hin zum Homo sapiens – zeigen, dass der heutige Mensch von früheren Arten abstammt. ă Der Übergang vom affenähnlichen Wesen mit Kletteranpassungen hin zum zweibeinig laufenden Menschen vollzog sich schrittweise – über Millionen von Jahren. Sie entwickelten sich über viele Generationen hinweg – weil sie im jeweiligen Lebensraum hilfreich waren. ă All diese Veränderungen geschahen nicht bewusst oder absichtlich. Jedes neue Merkmal, das sich durchsetzte, war das Ergebnis einer Veränderung, die durch Mutation entstand und durch natürliche Auslese weitervererbt wurde. 3q9b53 Lösungen 32 33 Wiederholung und Zusammenfassung Gut aufgepasst? Am Ende eines Abschnitts findest du drei Aufgaben. Die 1. Aufgabe hilft dir, das Gelernte zu festigen. Bei der 2. Aufgabe wirst du selbst aktiv und kannst forschend Neues entdecken. Die 3. Aufgabe lädt dich ein, dir Gedanken zu machen und Aussagen kritisch zu hinterfragen. Auf einen Blick! Auf diesen Abschlussseiten findest du eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte, damit du den Überblick behältst! Android iOS Thema Auf diesen Seiten werden Zusammenhänge der Biologie verdeutlicht. Sie führen dich von einem Themenbereich in den nächsten. Gut aufgepasst? Auf einen Blick! Thema Die Vielfalt der Primaten Die Evolution der Primaten Die Tennisspielerin in der Abbildung oben links kann den Ball über den Kopf servieren. Das ist möglich, weil unsere Vorfahren diese besondere Armbewegung im Laufe der Evolution entwickelt haben. Nur wenige Tierarten können den Arm so weit über den Kopf heben. Besonders gut gelingt diese Bewegung den Gibbons, die in Asien leben ( oben Mitte). Auch Orang-Utans in Asien ( oben rechts) sowie Schimpansen und Gorillas in Afrika können den Arm über den Kopf strecken. Diese Fähigkeit entstand ursprünglich beim Schwingen von Ast zu Ast in den Bäumen und half den Tieren, sich im Lebensraum Wald sicher zu bewegen. Ähnlichkeiten wie diese zeigen, dass Menschen und Menschenaffen nahe miteinander verwandt sind und gemeinsame Vorfahren haben. Menschen und Affen gehören zur selben Säugetierordnung: den Primaten ( S. 7 Abb. 3). Welche Entwicklungen und Anpassungen bei frühen Primaten waren wichtige Voraussetzungen für die Entstehung des Menschen? Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf die Evolution der Primaten und auf die Merkmale unserer Vorfahren. Die ersten Primaten waren nachtaktiv Die ersten Primaten lebten vor rund 80 Millionen Jahren. Zu dieser Zeit beherrschten noch viele tagaktive Saurier die Erde. Die frühen Primaten waren nur etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter groß und nachtaktiv. Ihre Warmblütigkeit half ihnen, auch in kühlen Nächten und reaktionsschnell zu bleiben. Für das Leben in der Dunkelheit waren diese Tiere gut angepasst. Ihr Geruchs- und Gehörsinn war besonders gut entwickelt. Die nach vorne gerichteten Augen lagen dicht nebeneinander und ermöglichten dreidimensionales Sehen. Das half beim Klettern und Springen zwischen Ästen. Zusätzlich besaßen ihre Augen eine spiegelnde Schicht, die das vorhandene Licht verstärkte. Dadurch konnten sie auch bei wenig Licht besser sehen. Eine solche Struktur findet man noch heute bei vielen nacht- und dämmerungsaktiven Säugetieren. Primaten werden auch als Herrentiere bezeichnet Warmblütigkeit bedeutet, dass die Körpertemperatur unabhängig von der Umgebungstemperatur mehr oder weniger gleichbleibt. Um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, wird aber Energie benötigt. Alle Säugetiere sind warmblütig. dreidimensionales Sehen oder räumliches Sehen bedeutet, dass nicht nur Höhe und Breite von Objekten gesehen werden können, sondern auch, wie weit etwas entfernt ist. Erkläre den Vorteil der Nachtaktivität für das Überleben der frühen Primaten und begründe, warum die Saurier in den kühlen Nächten kaum aktiv sein konnten. Du bist dran! 16 4 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MjU2NDQ5MQ==