Die Wirkung von Treibhausgasen Klimaveränderungen durch den Menschen Die Zusammensetzung der Atmosphäre mit Stickstoff und Sauerstoff als Hauptbestandteile blieb seit dem Auftreten der ersten Landpflanzen vor 470 Millionen Jahren relativ stabil. Der CO2-Gehalt war höher als heute und nahm über lange Zeiträume langsam ab. Das Minimum war vor etwa 20 000 Jahren, während der letzten Kaltzeit, mit 0,018 % erreicht. Grund dafür war vor allem, dass kaltes Wasser in den Ozeanen große Mengen CO2 aufnehmen konnte und viel Wasser in Gletschern gebunden war. Infolge einer kleinen Änderung der Erdumlaufbahn wurde es auf der Erde wärmer ( Abb. 4). Nach der letzten Kaltzeit stellte sich ein CO2-Gleichgewicht ein Am Ende der letzten Kaltzeit vor etwa 11700 Jahren stieg der CO2-Gehalt noch 8 000 bis 10 000 Jahre lang auf 0,028 % an. Danach blieb er über lange Zeit relativ konstant: Das Klima war stabil, Pflanzen, Meere und Böden nahmen ungefähr so viel CO2 auf, wie durch Zellatmung, Zersetzung und Vulkanismus wieder abgegeben wurde. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts steigt der Gehalt an Treibhausgasen Seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert gerät der natürliche Treibhauseffekt zunehmend aus dem Gleichgewicht. Durch menschliche Tätigkeiten werden vermehrt Treibhausgase, vor allem CO2, freigesetzt. Treibhausgase unterscheiden sich in Wirkung und Verweildauer Treibhausgase unterscheiden sich in drei Eigenschaften: wie stark sie Wärmestrahlung aufnehmen (Klimawirksamkeit), wie lange sie in der Atmosphäre verbleiben (Verweildauer) und wie stark ihre Konzentration durch den Menschen erhöht wird. Für die langfristige Klimaentwicklung ist entscheidend, ob sich ein Gas in der Atmosphäre anreichert. Gase mit langer Verweildauer können sich über Jahrzehnte bis Jahrhunderte ansammeln und dadurch die Erwärmung verstärken. Industrialisierung Durch den Einsatz von Dampfmaschinen und später Elektromotoren konnten Waren schneller und in größeren Mengen produziert werden. Viele Menschen zogen vom Land in die Städte, um in Fabriken zu arbeiten. Die Industrialisierung führte auch zu neuen Formen des Handels und des Konsums. 1. Begründe die Abnahme von CO2 in der Atmosphäre nach dem Auftreten der ersten Landpflanzen. 2. Interpretiere Abbildung 4 und erkläre die dargestellte Ursache-Wirkungskette. 3. Interpretiere das Diagramm (Abb. 5) in Bezug auf den Klimawandel. Achte dabei besonders auf den Verlauf des CO2-Gehalts vor der Industrialisierung, den Anstieg seit dem 19. Jahrhundert und mögliche Ursachen für die Veränderungen. Du bist dran! 4 Prozesse, die zum Ende der letzten Eiszeit beitrugen (Schema) Kleine Änderung der Erdumlaufbahn Eis schmilzt verstärkte Erwärmung CO2 wird freigesetzt Treibhauseffekt verstärkt sich Albedo sinkt (weniger Refexion) Mehr Sonnenstrahlung Erwärmung 5 Der Anstieg von CO2 in der Atmosphäre seit 20 000 Jahren 2 000 11 700 20 000 0,018 % Vor ... Jahren 0,028 % 0,038 % 0,042 % 0,048 % 0 9 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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