Organsysteme des Menschen Fehlfunktionen des Immunsystems Jede bzw. jeder Fünfte in Österreich leidet an einer Allergie. Dabei reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt – etwa auf Pollen, Nahrungsmittel, Schimmelpilzsporen oder Hausstaubmilbenkot. Diese Stoffe, sogenannte Allergene, werden vom Körper fälschlicherweise wie Krankheitserreger behandelt: Das Immunsystem startet eine starke Abwehrreaktion. Bestimmte Botenstoffe lösen dabei typische Allergiesymptome wie Schnupfen, Niesen, Juckreiz oder Hautausschläge aus. Allergien können verschiedene Ursachen haben. Kinder von Allergikern/ Allergikerinnen haben ein höheres Risiko, selbst Allergien zu entwickeln. Auch Umweltfaktoren wie schlechte Luft oder Zigarettenrauch können eine Rolle spielen, ebenso Ernährung und die Zusammensetzung der Darmflora. Nach der Hygienehypothese kann zu wenig Kontakt mit Erregern in der Kindheit das Immunsystem durcheinanderbringen und die Entstehung von Allergien begünstigen. Auch körpereigene Stoffe können Immunreaktionen auslösen Bei Autoimmunerkrankungen werden Antikörper gegen körpereigene Stoffe gebildet. Die Ursachen sind erst teilweise bekannt. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen, etwa eine erbliche Veranlagung und Veränderungen des Immunsystems nach Infektionen. Auch langanhaltender Stress kann Autoimmunerkrankungen begünstigen. Je nach Erkrankung greift das Immunsystem bestimmte Zellstrukturen, Zelltypen, Gewebe oder Organe an. Eine häufige Autoimmunerkrankung ist die chronische Gelenksentzündung, die zu schmerzhaften Schädigungen an Knochen und Gelenken führt. Allergie bedeutet „Fremdeinwirkung“; allos (griech.) = fremd, ergon (griech.) = Arbeit Allergiesymptome Zur Bekämpfung der Symptome werden meistens Arzneimittel, die die Histaminwirkung aufheben, so genannte Antihistaminika, verabreicht. Autoimmunerkrankung autos (griech.) = selbst immunis (lat.) = frei, unberührt, rein 17 Möglichkeiten des Allergiekontaktes Einatmen Insektenstich Verschlucken Berühren 18 Birkenpollen Lies den folgenden Text aufmerksam durch. Trage die farbigen Buchstaben der Reihe nach unten in den Raster ein. In der richtigen Reihenfolge eingesetzt, ergeben sie den Lösungsbegriff. Allergien können verschiedenste Symptome hervorrufen: Schwellung, Rötung und Tränen der Augen, Schnupfen, Niesen, verstopfte Nase, Hustenanfälle, Atemnot, Asthma, Hautrötung, Hautausschläge, Juckreiz, Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Kopfschmerzen und vieles andere mehr. Die schlimmste allergische Reaktion ist der 1 219 18 7 3 151214 82010 6 5 19 161311 4 2 17 Dabei kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße und zu einem massiven Blutdruckabfall. Herz- und Atemprobleme können zu einem Herz- und Atemstillstand und damit zum Tod führen. Bei den geringsten Anzeichen, die sich am häufigsten nach Insektenstichen (Bienen, Wespen) zeigen, ist unverzüglich die Rettung zu rufen. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Du bist dran! 98 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MjU2NDQ5MQ==