Chemie verstehen 4, Schulbuch

66 3  Arbeitsheftseite 32–33 Salze von Säuren Wie können sich Salze bilden? Selma und Farid gehen spazieren. „Warum sind die alten Metallteile so grün?“, fragt Farid. „Ich hab gehört, dass sich über lange Zeit durch die Kohlensäure im Regenwasser auf dem Kupfer eine Schicht bildet, die Kupfercarbonat enthält“, erklärt Selma (Abb. 66.1). Metalle in der Salzsäure (Abb. 66.2) Gefahr Schutzbrille! Stelle drei Schnappdeckelgläser mit 10 %-iger Salzsäure nebeneinander auf. Gib in das erste Glas ein Stück Magnesium (Mg), in das zweite Glas ein Stück Zink (Zn) und in das dritte Glas eine Centmünze mit einem Überzug aus Kupfer (Cu). Beschreibe deine Beobachtung in den drei Gläsern. Unedle Metalle lösen sich in verdünnter Salzsäure gut. Dabei geben die Metallatome Elektronen an die Protonen der Säure ab und es bildet sich Wasserstoffgas. Die Metall-Ionen und die Säurerest-Ionen bleiben in der Lösung. Sie bilden ein „Salz der Säure“. Das erste Glas enthält das gelöste Salz „Magnesiumchlorid“: Magnesium + Salzsäure Magnesiumchlorid (in Wasser) + Wasserstoffgas Mg + 2 HCl Mg2+Cl– 2 + H2 Im zweiten Glas hat sich auf die gleiche Art Zinkchlorid gebildet. Im dritten Glas wirkt die Münze „sauberer“. Der Belag aus Kupferoxid wurde gelöst, das metallische Kupfer wird von Salzsäure nicht angegriffen. Lösen sich Metalloxide in sauren Lösungen, bilden sich ebenfalls gelöste Salze. Im Beispiel von Abb. 66.3 wird Kupferoxid (CuO) in Salpetersäure gelöst. Es bildet sich eine grüne Lösung, die sich beim Verdünnen blau färbt. Nach dem Eindampfen hat sich aus den Kupfer-Ionen und den Nitrat-Ionen das Salz Kupfernitrat (Cu2+(NO3–) 2) gebildet. Im Alltag verwenden wir einige Salze von Säuren. Das „Eisensalz der Salzsäure“ Eisenchlorid (Fe3+Cl– 3) wird zB bei Kläranlagen zum Flocken (Zusammenballen) von Schadstoffen verwendet (Abb. 66.5). Das „Kupfersalz der Schwefelsäure“ Kupfersulfat (Cu2+SO 4 2–) wird als Pflanzenschutzmittel eingesetzt (Abb. 66.6). Manche Deos enthalten das Salz Aluminiumchlorid (Abb. 66.4). Recherchiere, warum viele Personen diese Produkte vermeiden und sammle diese Argumente in Form einer Liste. Gib eine Empfehlung ab. 66.1 Die grüne Schicht auf Kupfer enthält Kupfercarbonat – ein Salz der Kohlensäure. V1 66.2 Metalle in der Salzsäure A1 Infobox: Bei chemischen Namen von Salzen wird zuerst das positiv geladene Ion und dann das negativ geladene Ion genannt. zB Natriumchlorid, Na+Cl– 66.3 Beim Lösen von Kupferoxid in Salpetersäure entsteht das Salz Kupfernitrat (Cu2+(NO 3 –) 2). A2 Salze von Säuren entstehen zB beim Lösen von Metallen oder Metalloxiden in sauren Lösungen. Sie bestehen aus positiv geladenen Metall-­ Ionen (zB Na+, Ca2+) und negativ geladenen Säurerest-Ionen (zB Cl–, SO 4 2–). M 66.4 Aluminiumchlorid (Al3+Cl– 3) ist Bestandteil mancher Deos. 66.5 Eisen(III)-chlorid (Fe3+Cl– 3) ist ein Eisensalz der Salzsäure. 66.6 Kupfersulfat (Cu2+SO 4 2–) ist das Kupfersalz der Schwefelsäure. Zusatzmaterial wh9d72 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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