74 Die Welt, in der wir uns bewegen 1 Arbeitsheftseite 34 Kochsalz und seine Verwendung Wie gewinnen wir Kochsalz? Celine und Abtin besuchen ein Salzbergwerk im Salzkammergut (Abb. 74.1). Beide staunen: „Wie ist so viel Salz hier in den Berg gekommen?“ Bei der Führung durch die Stollen erfahren sie, dass sich vor ungefähr 200 Millionen Jahren hier ein Meer befand. Beim Verdunsten des Meerwassers blieben Kochsalz und Gips zurück. Diese Salzschicht vermischte sich mit Schlamm früherer Süßwasserflüsse und wurde später von Kalkablagerungen überdeckt. Durch die Gebirgsbildung der Alpen wurde das Salz schließlich im Gestein eingeschlossen. Das salzhaltige Gestein zeigt verschiedene Farben. Es erscheint zB rötlich durch Eisenverbindungen und grau durch Tonanteile (Abb. 74.2). Die kleine Salzfabrik (Abb. 74.5) Verbrennungsgefahr! Schutzbrille! Überlege: Wie kannst du aus einem Steinsalzstück Kochsalz gewinnen? Plane und führe den Versuch selbst durch ( Seite 6). Besprich deine Überlegungen mit der Lehrkraft, bevor du startest. Hilfreiche Fragen: Welche Trennmethode ist geeignet? Welche Geräte sind wichtig? In welche Schritte teile ich den Versuchsablauf ein? Gibt es Bereiche, wo ich auf Hitzeentwicklung achten muss? Dokumentiere dein Versuchsergebnis und klebe dazu eine Probe deiner Salzkristalle mit durchsichtigem Klebeband in dein Chemieheft. Frau Grünsteidl hält ungereinigtes Natursalz für gesünder als das „chemisch aufbereitete Tafelsalz“. Informiere dich darüber auf verlässlichen Internetseiten ( Seite 24), gib deine Quellen an und schreibe eine Kurznachricht mit deiner Meinung an Frau Grünsteidl. Für die Gewinnung von Steinsalz werden Höhlen („Laugwerke“) angelegt, die mit Wasser gefüllt werden (Abb. 74.3). Das Wasser löst („laugt“) das Kochsalz aus dem Gestein. Ton und Gips setzen sich am Boden des Laugwerks ab. Nach fünf Wochen ist das Wasser mit Kochsalz gesättigt. Diese „Sole“ wird in Rohren zum Sudwerk geleitet. Dort wird das Wasser verdampft. In Österreich wird Kochsalz seit Jahrtausenden im Salzkammergut gewonnen. Die größte Salzlagerstätte ist das Salzbergwerk Bad Altaussee. Meersalz wird in Küstengebieten gewonnen. Das Meerwasser (Salzgehalt etwa 3 %) wird in seichte Becken („Salzgärten“) geleitet. Das Wasser verdunstet durch die Sonneneinstrahlung (Abb. 74.4). 74.1 Führung durch ein Salzbergwerk 74.2 Die rote Färbung des Steinsalzes entsteht durch Einlagerungen von Eisenoxid. Reine Kochsalzkristalle („Halit“) sind quaderförmig. Wasser Sole Normalwerk Tiefenwerk Bohrlochwerk 74.3 Drei Arten von Laugwerken zum Abbau von Steinsalz V1 A1 A2 Infobox: In Österreich wird Kochsalz in drei Salzbergwerken (Hallstatt, Bad Ischl und Altaussee) abgebaut. Kochsalz wird als Meersalz aus dem Meerwasser gewonnen, indem man das Wasser in flachen Becken verdunsten lässt. Bei der Gewinnung aus Steinsalz wird das Kochsalz mit Wasser aus dem Gestein gelöst. Die Salzlösung (Sole) wird in Sudwerken eingedampft. M 74.4 Die Meersalzsaline Janubio (Kanarische Inseln) 74.5 Die kleine Salzfabrik Verantwortungsvolle Verwendung von Rohstoffen 4 Zusatzmaterial wi246b Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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